Hamburg

Grundstein für 40 Millionen Euro teures KV-Haus gelegt

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Im Herbst 2016 will die KV Hamburg ihr neues Domizil beziehen. Damit der Neubau finanziert werden kann, musste die Verwaltungspauschale erhöht werden.

HAMBURG. Die KV hat den Grundstein für das neue Hamburger Ärztehaus gelegt.

Das rund 40 Millionen Euro teure Haus soll im Herbst 2016 bezogen werden - und ist für Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia-Prüfer-Storcks (SPD) ein Bekenntnis zur Zukunft der Selbstverwaltung.

Wo die KV-Verwaltung auch arbeitet, die Senatorin hat sie im Blick. Im derzeitigen KV-Interimsdomizil könnte sie von der Behörde aus direkt auf den Schreibtisch von KV-Chef Walter Plassmann blicken, wenn sie wollte.

Selbstverwaltung mit Zukunft

Der alte und neue Standort des Ärztehauses wiederum ist nicht weit von ihrer Privatwohnung entfernt - die Nähe zwischen Gesundheitssenatorin und ärztlicher Selbstverwaltung bleibt also. Als gute Nachbarin outete sich Prüfer-Storcks bei der Grundsteinlegung des neuen Ärztehauses in der Humboldtstraße als Fan der ärztlichen Selbstverwaltung.

"Ich glaube, dass die Selbstverwaltung Zukunft hat, zumindest in Hamburg", sagte sie mit einem Seitenhieb auf die Querelen in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Ob ein Neubau, der einige Jahrzehnte Bestand haben soll, dort auch Sinn machen würde? Prüfer-Storcks hat da momentan ihre Zweifel.

Mit der KV in Hamburg dagegen tauscht sie sich gerne und konstruktiv aus, wie die Senatorin verriet. Zusammen mit dem Vorsitzenden der KV-Vertreterversammlung Dr. Dirk Heinrich und den KV-Vorständen Walter Plassmann und Dr. Stephan Hofmeister griff sie nach den offiziellen Reden zu Bauhelm und Maurerkelle und sorgte für frischen Zement als Grundlage für das obligatorische Kupferrohr im Grundstein.

Ärztekammer zieht nicht mit

Der wird schon in Kürze nicht mehr zu sehen sein, wenn das Fundament auf 240 Pfählen im Hamburger Stadtteil Barmbek errichtet wird. Entstehen soll nach Vorstellungen Heinrichs mehr als nur ein Verwaltungsgebäude.

"Hier leben unsere Ärzte und Psychotherapeuten ihre Selbstverwaltung aus", beschrieb Heinrich sein Ziel. Das neue Heim der KV soll unter anderem als Versammlungsort für die Vertreterversammlung dienen.

Das Haus wird die Ärzte und Psychotherapeuten in der Hansestadt inklusive Zinslast rund 50 Millionen Euro kosten. Dafür musste wie berichtet die Verwaltungskostenumlage angehoben werden. Ein Neubau war aber im Vergleich zum Umbau oder zur Miete als Alternative "richtig und vernünftig", sagte Plassmann.

Alle Varianten waren im Vorwege durchgespielt worden. Das neue Gebäude wird über 22.500 Quadratmeter und fünf Obergeschosse verfügen.

Der vormalige Mitbewohner, die Ärztekammer Hamburg, hat sich aus der Wohngemeinschaft mit der KV verabschiedet und arbeitet dauerhaft am Standort in der Alstercity. (di)

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Kommentare
Dr. Wolfgang Bensch 19.08.201513:13 Uhr

Heinrich, mir graut vor Dir!

Ein neues KV-Gebäude, damit sich die Funktionäre ausleben können ... wie lange sind sie denn noch "lebig"?

Dr. Henning Fischer 19.08.201508:56 Uhr

die ganze Welt außer Deutschland kommt ohne KV aus


selbst in Deutschland geht es bei der PKV ohne Verwaltungswahnsinn.

Aber nur mit KV hat der Staat (resp. Gesundheitssenatorin Cornelia-Prüfer-Storcks) die Kassenarztlämmer voll im Griff. Und die bezahlen das auch noch aus eigener Tasche.

Der Ruhestand wird für mich immer attraktiver.

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