Kommentar

Hartleibige Krankenkassen

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:

Mehr Sprechstunden am Wochenende, Erhöhung der Praxisöffnungszeiten, aber keine Aufhebung der Budgets: Die Krankenkassen zeigen sich hartleibig mit ihren Forderungen an die Vertragsärzte.

Einzig bei den Hausbesuchen scheinen sie bereit, Ärzten das Regressrisiko abzunehmen und das Honorar (leicht) zu erhöhen. Die Reaktionen bei KBV und Ärzteverbänden fallen entsprechend harsch aus.

Klar ist: Wer die Wartezeiten auf Termine beim Facharzt verkürzen will, sollte entsprechende Anreize für Ärzte setzen. In diesem Punkt sind die Forderungen der KBV durchaus realistisch, wenigstens die fachärztliche Grundversorgung aus dem Budget zu nehmen.

Die Krankenkassen fürchten eine Mengenausweitung eigentlich wie der Teufel das Weihwasser. Hier wäre die Ausweitung gewünscht – mehr Termine vor allem für bisher noch nicht in der Praxis behandelte Patienten. Und sie wäre für eine ziemlich fest definierte Summe zu haben.

Noch stehen die Signale auf Rot. Die Kassenlage der Kostenträger dürfte sich nicht unbedingt positiv entwickeln in den kommenden Monaten. Die Honorarverhandlungen für 2019 könnten daher schwierig werden.

Lesen Sie dazu auch: "Abenteuerlich": Ärzte wehren sich gegen Mehrarbeit für lau

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