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Hausärztetag

Hausärzte schießen gegen Ärztekammer Bremen

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BERLIN. Unter Buhrufen hat der 40. Deutsche Hausärztetag gegen die jüngste Änderung der Weiterbildungsordnung (WBO) im Kammerbezirk Bremen protesiert. „Das ist ein einmaliger Vorgang, der in keinem anderen Fachgebiet denkbar ist“, sagte der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands Ulrich Weigeldt am Donnerstag in Berlin. Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Bremen hatte Anfang September die neue WBO beschlossen.

Darin weicht die Kammer für die Gebietsbezeichnung Allgemeinmedizin von den Vorgaben der 2018 beim Deutschen Ärztetag in Erfurt beschlossenen Musterweiterbildungsordnung (MWBO) ab. Während in der MWBO 24 Monate „in Allgemeinmedizin in der ambulanten hausärztlichen Versorgung“ abgeleistet werden müssen, können in Bremen künftig dafür auch Zeiten „bei einem hausärztlich tätigen Internisten, der für die ambulante hausärztliche Versorgung im Gebiet Allgemeinmedizin befugt ist“ angerechnet werden.

Die Delegierten des Hausärztetags in Berlin bezeichneten es als absurd, dass jemand Allgemeinmediziner werden könne, ohne je bei einem solchen gelernt zu haben. (nös)

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