Heide Moser, Politikerin mit Weitsicht, ist tot

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Setzte beim Vorläufer der E-Karte Akzente: Heide Moser bei einem Pressetermin im Jahr 2002.

Setzte beim Vorläufer der E-Karte Akzente: Heide Moser bei einem Pressetermin im Jahr 2002.

© Foto: di

NORDERSTEDT (di). Schleswig-Holsteins langjährige Gesundheitsministerin Heide Moser ist tot. Die SPD-Politikerin, die auch unter Ärzten hohes Ansehen genoss, erlag am Karfreitag in Norderstedt (Kreis Segeberg) mit 65 Jahren einem Krebsleiden. Moser war im Norden von 1993 bis zu ihrem Rücktritt 2004 unter anderem für Soziales und Gesundheit verantwortlich. Bundesweit bekannt wurde sie mit ihrem gescheiterten Versuch, die Abgabe von Cannabis in Apotheken durchzusetzen.

Erfolgreicher war Moser an anderer Stelle: Die Gesundheitskarte für Schleswig-Holstein, Vorstufe für die bundesweite elektronische Gesundheitskarte, ging auf ihre Initiative zurück. Sie setzte die Meldepflicht für das Krebsregister durch und war maßgeblich an der Etablierung der Brustkrebsdiagnostik QuaMaDi beteiligt. Trotz des bereits Mitte der 90er Jahre bei ihr entdeckten Brustkrebses blieb Moser noch bis 2004 politisch aktiv. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen würdigte Heide Moser als "starke Sozialpolitikerin mit Weitsicht".

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