Direkt zum Inhaltsbereich

Heroin auf Rezept - bis auf die Union sind alle dafür

BERLIN (hom/ble). Soll Diamorphin künftig auf Kassenrezept an schwerst drogenabhängige Menschen verabreicht werden? Die Positionen in der Koalition liegen dazu weit auseinander.

Veröffentlicht:

Am Donnerstag hat sich der Deutsche Bundestag in erster Lesung mit der Frage beschäftigt, ob die Abgabe von Diamorphin an eine begrenzte Zahl von Patienten von den gesetzlichen Kassen bezahlt werden soll.

Abgeordnete von SPD, Grünen, FDP und Linken sind für eine solche Regelung. Auch unionsregierte Länder sprechen sich für die kontrollierte Abgabe aus. Die Unions-Bundestagsfraktion ist dagegen. Es sei fraglich, "ob mit Diamorphinvergabe eine dauerhafte Drogenabstinenz realisierbar ist", schreibt die gesundheitspolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz, in einem Beitrag für die "Ärzte Zeitung". Wichtiger als die Substitution sei die psychosoziale Betreuung der Abhängigen.

Dr. Harald Terpe, suchtpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, hält dagegen: "Die Diamorphinbehandlung gehört zu den am besten evaluierten Therapien in der Suchtmedizin."

Lesen Sie dazu auch: Soll es Diamorphin auf Kassenrezept geben? Union will Diamorphinmodell beerdigen Betreuung erreicht mehr als Substitution

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Besser als Atemtherapie?

Supragastrisches Aufstoßen lässt sich mit Gesang vertreiben

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt