Hoppe mahnt zu Begriffsschärfe bei Sterbehilfedebatte

BERLIN (fst). Angesichts der jüngsten Debatte über Sterbehilfe hat Bundesärztekammer-Präsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe vor der Vermischung von Sterbebegleitung und Sterbehilfe gewarnt.

Veröffentlicht:

Es gehöre zu den Pflichten von Ärzten, einen offensichtlichen Sterbevorgang nicht durch lebenserhaltende Maßnahmen "künstlich in die Länge zu ziehen", erklärte Hoppe. Dies sei aber "keine Sterbehilfe, sondern Sterbebegleitung".

Hoppe trat damit dem Eindruck entgegen, Ärzte würden gegen das Verbot der Tötung auf Verlangen verstoßen, wenn sie bei einem Sterbenskranken die künstliche Ernährung einstellen. "Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr können für Sterbende eine schwere Belastung darstellen", sagte Hoppe.

Völlig anders sei dagegen die ärztliche Mithilfe bei der Selbsttötung zu werten. Diese sei inakzeptabel und "verweigert die gebotene Hilfe für todkranke Patienten". Vergangene Woche hat die Sterbehilfe des früheren Hamburger Justizsenators Dr. Roger Kusch bei einer 79-jährigen Frau Empörung ausgelöst. Die Frau hatte freiwillig einen tödlichen Medikamentencocktail eingenommen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Landessozialgericht Berlin-Brandenburg

Anspruch auf Kassenleistung geht nicht nach Glaubensfreiheit

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Palliativregisteranalyse

Menschen mit Krebs: Viel Schmerz am Lebensende

Studie aus Schweden

Dermatozoenwahn – frühes Anzeichen von Demenz?

Lesetipps