Tätigkeitsbericht veröffentlicht

IQTiG hat operative Arbeit gestartet

Aufbauphase beendet, Start in die operative Arbeit begonnen – das neue Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen hat seinen Jahresbericht 2015/16 vorgelegt.

Von Helmut LaschetHelmut Laschet Veröffentlicht:

BERLIN. Die Gründungsphase des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQTiG) ist abgeschlossen, die ersten Auftragsarbeiten für den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) haben begonnen und sind zum Teil abgeschlossen. Dies geht aus dem Tätigkeitsbericht des Instituts für die Jahre 2015 und 2016 hervor, der Ende vergangener Woche veröffentlicht worden ist.

Rund 50 Millionen Euro wird die Arbeit des IQTiG voraussichtlich bis Ende 2017 gekostet haben, 6,2 Millionen Euro fielen im Startjahr 2015 an, 25,4 Millionen im Jahr 2016. Der Etat dieses Jahres beläuft sich auf 18,6 Millionen Euro.

Zuständig ist das IQTiG für Qualitätssicherungsverfahren in Krankenhäusern und für die sektorübergreifende Qualitätssicherung. In den direkten Verfahren nach der Qualitätssicherungsrichtlinie für Krankenhäuser führt das IQTiG unmittelbar einen strukturierten Dialog mit auffälligen Kliniken, und zwar zu den Themengebieten Herzchirurgie, Herz- und Lungentransplantationen, Leber-, Nieren- und Pankreastransplantationen. Bei den indirekten Verfahren sind beauftragte Stellen auf der Landesebene zuständig – nach fachlichen Vorgaben des IQTiG. Insgesamt 14 Verfahren wurden durchgeführt, die meisten im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie sowie bei Herzschrittmachern und Defibrillatoren.

In der sektorübergreifenden Qualitätssicherung stehen die Gebiete Kardiologie (mit perkutaner Koronarintervention und Koronarangiografie) und nosokomiale Infektionen (postoperative Wundinfektionen) auf der Agenda.

Im Auftrag des Bundesausschusses hat das IQTiG eine Sonderauswertung zur hüftgelenknahen Femurfraktur und eine Machbarkeitsprüfung für ein QS-Verfahren zu Mitralklappeneingriffen abgeschlossen. Für planungsrelevante Qualitätsindikatoren wurde der Abschlussbericht fertiggestellt. Ebenfalls fertig ist der Bericht über mögliche Qualitätszu- und -abschläge, allerdings wünscht der Bundesausschuss eine Erweiterung dieses Berichts. Noch in Arbeit ist ein Evaluationskonzept für Qualitätsverträge und die Festlegung der Leistungsbereiche – eine Folge der Krankenhausstrukturreform.

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