Bayern

Immer mehr Kinder mit Entwicklungsstörungen

Jedes fünfte Kindergartenkind in Bayern zeigt Verhaltensauffälligkeiten, so eine Analyse der BKK.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. In eine Auswertung der Betriebskrankenkassen gingen 7.500 Fragebögen ein, die von Erzieherinnen in bayerischen Kindergärten und Kindertagesstätten von Oktober 2009 bis September 2012 ausgefüllt und im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen von Pädiatern beurteilt wurden.

Insbesondere wurden soziale Kompetenz, Feinmotorik, Bewegungsablauf und Körperkoordination sowie die Konzentrationsfähigkeit der Kinder bewertet.

"Diese Ergebnisse bestätigen unsere Beobachtungen in der Praxis", erklärte Dr. Otto Laub aus Rosenheim, Vorsitzender von Paednetz Bayern, einem Netzwerk von mehr als 700 niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten im Freistaat.

"Wir sehen immer mehr Kinder mit Entwicklungsstörungen, Konzentrationsschwächen und seelischen Problemen. Vor allem Jungen scheinen häufiger betroffen zu sein als Mädchen", sagte Laub. Es werde vermutet, dass viele Jungs unter dem zunehmenden Bewegungsmangel mehr leiden als die Mädchen.

Prävention schon im Kindesalter wichtig

Die Erhebung zeige in besonderer Weise, wie wichtig Prävention im Kindesalter sei, betonte Laub. Die Bundesregierung habe dies offenbar erkannt und sei entschlossen, die Lücke im gesetzlichen Vorsorgekatalog für Kinder zu schließen.

Um Fehlentwicklungen bei Kindern frühzeitig zu erkennen und dann entsprechend gegensteuern zu können, hätten niedergelassene Kinder- und Jugendärzte in Bayern mit der BKK VAG bereits im Jahr 2007 einen Vertrag abgeschlossen, der über den gesetzlichen Rahmen hinaus gezielt auf diese Entwicklungsdefizite eingeht, erklärte Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern. (sto)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Analyse des Trinkverhaltens

Wie lebenslanger Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko steigert

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Leopoldina

Adipositas-Epidemie: Diese Strategien braucht es jetzt

Lesetipps
Knochen schematisch dargestellt

© crevis - stock.adobe.com

Komplikationen

Bei Diabetes mellitus auch die Knochen in den Blick nehmen

Plaque im Gefäß

© Dr_Kateryna / Fotolia

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen