Berufspolitik

Immer öfter heißt es: Guten Tag, Frau Doktor!

BREMEN (cben). In Bremen arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen als Ärztin. "Der Arzt der Zukunft ist eine Frau", sagte Till Spiro, Vorstandsvorsitzender der KV (KVHB), "das Berufsbild steht vor einem grundlegenden Wandel".

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In Bremen ist der Anteil der ambulant tätigen Ärztinnen auf 38 Prozent gewachsen und liegt damit um drei Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt (35,1). "Schon in wenigen Jahren wird diese Quote in Bremen die 50-Prozent-Marke überschreiten", prognostizierte Spiro,

 "Seit Jahren nimmt der Anteil an Medizinstudentinnen kontinuierlich zu und liegt heute bundesweit schon deutlich über 50 Prozent. Diese Entwicklung findet jetzt ihre Entsprechung bei Praxisnachfolgen", erläuterte Spiro. Folgerichtig sei der Anteil bei den Unter-Fünfzigjährigen schon heute fast ausgeglichen. In dieser Altersgruppe seien mittlerweile 46,3 Prozent aller niedergelassenen Ärzte in der Stadt Bremen Frauen. In Bremerhaven ergibt sich ein ähnliches Bild, wenngleich mit Abstrichen: Hier sind 33 Prozent aller Ärzte weiblich, 37 Prozent in der Gruppe der über Fünfzigjährigen.

 Bei Psychotherapeuten in Bremen und Bremerhaven sind Frauen traditionell in der Überzahl - 73 Prozent sind weiblichen Geschlechts. Mit dem Gender-Wechsel in der Ärzteschaft geht auch ein Wandel in der Beziehung zu den Patienten einher. Spiro: "Tendenziell fühlen Frauen sich stärker in Menschen ein und kommen damit in der angewandten Medizin zu guten Erfolgen."

 Ein anderes Problem kann allerdings auch eine wachsende Anzahl junger Ärztinnen nicht völlig aus der Welt schaffen: die drohende Überalterung bei Vertragsärzten. Im Land Bremen liegt der Alterschnitt bei 53 Jahren - anderthalb Jahre höher als im bundesdeutschen Durchschnitt.

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