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Südwesten

Immer öfter streikt die Psyche

Der Krankenstand im Südwesten bleibt bei der AOK konstant - allerdings gibt es mehr AU-Tage durch psychisch Erkrankte.

Veröffentlicht:

STUTTGART (fst). Der Krankenstand der AOK-Versicherten in Baden-Württemberg ist im ersten Halbjahr 2012 mit 4,9 Prozent auf Vorjahresniveau geblieben.

Demnach sind die AOK-versicherten Arbeitnehmer (Pflicht- und freiwillig Versicherte) im Schnitt 7,9 Tage pro Jahr krank geschrieben gewesen.

Fortgesetzt hat sich der Trend, dass der Anteil psychisch Erkrankter weiter zugenommen hat. Der Anteil psychischer Erkrankungen sei um 0,6 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage gestiegen (Vorjahreszeitraum: 9,6 Prozent), so die AOK.

Vor zehn Jahren habe dieser Wert bei der Hälfte gelegen. "Vorsorgemöglichkeiten und Behandlungsstrukturen müssen dringend verändert werden, damit diese Entwicklung gestoppt werden kann", forderte der AOK-Vorstandschef Dr. Christopher Hermann.

Er verwies dazu auf den Facharztvertrag, den die Kasse mit Ärzten und Psychotherapeuten geschlossen hat.

Bei 38 Prozent der AU-Tage war eine Langzeiterkrankung von mehr als sechs Wochen die Ursache.

22,2 Prozent aller AU-Tage entfielen auf Muskel- und Skeletterkrankungen, vor allem Rückenerkrankungen, meldet die Kasse.

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