Kommentar

Integrationsmodell mit neuer Qualität

Von Ilse SchlingensiepenIlse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Mit dem Ende der Anschubfinanzierung für die Integrierte Versorgung werden sich die Kassen von Modellen verabschieden, bei denen die integrierten Strukturen nur auf dem Papier standen, sich die Patientenversorgung aber nicht verändert hat.

Auch solche Projekte waren nicht vergeblich, wenn die Beteiligten ihre Lehren daraus gezogen haben. Das in Experimenten gewonnene Wissen war notwendig, um zu bevölkerungsbezogenen Modellen zu kommen, die die Bezeichnung "integrierte Versorgung" tatsächlich mit Leben füllen.

Im Kinzigtal etwa haben die Initiatoren bereits Pionierarbeit geleistet. Jetzt wagen sich auch im Rheinland mit dem Gesundheitsnetz Wesel niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser und die AOK Rheinland/Hamburg auf bislang unbekanntes Terrain.

Damit machen sie einen wichtigen Schritt über die bisherigen indikationsorientierten Integrationsmodelle hinaus. Eine zentrale Herausforderung bleibt in Wesel noch ausgeklammert: die Übernahme der Budgetverantwortung durch die beteiligten Ärzte und Kliniken. Erst mit ihr wird nicht nur die Patientenversorgung auf eine neue Basis gestellt, sondern auch das Verhältnis zwischen Leistungserbringern und Kassen.

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