Baden-Württemberg

Intensivpflegekräfte fehlen an Unikliniken

Veröffentlicht:

STUTTGART. Die fünf Unikliniken in Baden-Württemberg haben erhebliche Probleme, Intensivpflegekräfte zu finden.

Nur in Heidelberg und Ulm gelinge es noch, ausreichend Personal zu rekrutieren. Dagegen könnten - in unterschiedlichem Ausmaß - die Unikliniken Freiburg, Tübingen und Mannheim freiwerdende Stellen "nicht nahtlos wiederbesetzen", heißt es in der Antwort des Sozialministeriums auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion.

Das Überstundenkontingent je Intensivpflegekraft liege an den Standorten bei 50 bis 90 Stunden. "Mittelfristig" könnten dort Leistungsausweitungen wegen Fachkräftemangel in der Pflege nicht realisiert werden, heißt es.

Die Unikliniken hätten es über den von ihnen verhandelten Tarifvertrag TVUK in der Hand, "die eigene Attraktivität im Wettbewerb um qualifiziertes Personal zu steigern". (fst)

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Kommentare
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Kurt-Michael Walter

Das Ergebnis einer seit Jahren verfehlten Personalentwicklung:

Für Arbeitswissenschaftler und Personalentwickler ist diese Nachricht keine Überraschung. Seit Jahren bestehende Forderungen werden aus
Kosten- und wirtschaftlichen Gründen von den verantwortlichen Sozial- und Gesundheitspolitikern ignoriert.

Die hausgemachten Personalprobleme von Kliniken reihen sich Nahtlos in die seit Jahren gesundheitspolitisch zu verantwortenden Fehlentwicklungen in der Pflegebranche ein.

Selbst beauftragte "Haedhunter" haben Schwierigkeiten noch geeignete Kräfte im Markt zu rekrutieren. Zitat: "Für Niedriglohn und Normaltarif lässt sich heute keine Abwerbung im deutschsprachigen In- und Ausland mehr realisieren".






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