Berufspolitik

Jeder vierte Arzt in Brandenburg ist schon im Ruhestand

COTTBUS (ami). Der Ärztemangel in Brandenburg verschärft sich. Darauf weist die Ärztekammer Brandenburg hin.

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Hauptursache ist laut Kammer, dass die Ärzte immer älter werden. "Das Durchschnittsalter der brandenburgischen Mediziner steigt zusehends. Zugleich gehen immer mehr Ärzte in den Ruhestand", sagt Kammerpräsident Dr. Udo Wolter.

Rund 38 Prozent der berufstätigen Ärzte in Brandenburg sind nach einer aktuellen Statistik der Kammer über 50 Jahre alt. Von insgesamt 11 235 Ärzten, die im vergangenen Jahr bei der märkischen Kammer gemeldet waren, standen 2 677 nicht mehr im Berufsleben. Das ist mit fast einem Viertel aller Mediziner ein höherer Anteil als im Jahr zuvor. Nach Angaben der Kammer verbringen auch einige Mediziner aus anderen Bundesländern ihren Lebensabend in Brandenburg. Sie stünden damit aber für die medizinische Versorgung nicht mehr zur Verfügung.

Im stationären Bereich verzeichnet die Kammer für das vergangene Jahr jedoch einen Zuwachs von 100 Ärzten, vor allem Assistenzärzten. 3043 Ärzte waren demnach in brandenburgischen Krankenhäusern tätig. Kammerpräsident Wolter wertet diese Entwicklung als "positives Signal, dass die Kliniken die Zeichen der Zeit erkannt haben und jungen Kollegen eine Chance für ihre Weiterbildung geben". Das sei wichtig, denn sowohl der ambulante als auch der stationäre Bereich seien auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen, betont Wolter.

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