Weltkrebstag

Jeder zweite Mann erkrankt an Krebs

Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Etwa jeder zweite Mann erkrankt in seinem Leben an Krebs, berichtet das Zentrum für Krebsregisterdaten anlässlich des Weltkrebstags. Frauen sind seltener betroffen.

Veröffentlicht:

BERLIN. In Deutschland erkranken rund 43 Prozent der Frauen und etwa jeder zweite Mann (51 Prozent) im Laufe ihres Lebens an Krebs. Das berichtet das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar.

Viele Erkrankte sterben an den Folgen. Es sei jeder fünfte Todesfall bei Frauen und jeder vierte bei Männern auf Krebs zurückzuführen, teilt das ZfKD weiter mit. Damit sei Krebs nach Herz- und Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland.

Krebsrisiko lässt sich reduzieren

Doch die Experten machen Mut: Das Krebsrisiko lasse sich beeinflussen, schreiben sie. Wer auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet, sich gesund ernährt und ausreichend bewegt, könne das Krebsrisiko reduzieren, führt das ZfKD aus.

Das bestätigt Professor Olaf Ortmann, Vorstandsmitglied bei der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG): "Wir haben Belege dafür, dass eine nachhaltige Verhaltensänderung tatsächlich etwas bringt".

Er rät: "Wer also etwas für sich tun möchte, sollte sich ausgewogen ernähren, tierische Fette reduzieren, mehr Gemüse essen, Normalgewicht halten oder anstreben und sich täglich körperlich betätigen."

Rauchen und Alkohol erhöht Krebsgefahr

Ob Krebs entsteht, hängt von vielen Faktoren ab. Ein ungesunder Lebensstil sei einer davon, führt Ortmann aus.

"Unter den schädigenden Verhalten hat das Tabakrauchen zweifellos den deutlichsten Effekt. Wir wissen heute, dass das Krebsrisiko bei chronischem Nikotinmissbrauch ungefähr um das 10- bis 20-Fache steigt", sagt der DKG-Vorstand im Interview.

Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten zeigt sich besonders am Alkoholkonsum und am Rauchen, wie gefährlich eine ungesunde Lebensweise ist.

So habe eine eigene Analyse gezeigt, dass in Deutschland jährlich etwa 13.000 Krebsfälle auf Alkohol und 72.000 Tumorerkrankungen auf Rauchen zurückzuführen sind, berichtet das ZfKD. (ths)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar zur Schulterschmerz-Diagnostik

Spätzündende Idee

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

© jarun011 / stock.adobe.com

Chronische lymphatische Leukämie

Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

© samunella / stock.adobe.com

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom

PARPi plus ARPi: Nur bei BRCA-Mutation oder auch für Patienten ohne Mutation?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
MRT-Bildgebung und Monitoring

© wedmoments.stock / stock.adobe.com

Plexiforme Neurofibrome bei Neurofibromatose Typ 1

MRT-Bildgebung und Monitoring

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt

Lesetipps
Schulterschmerzen? Im höheren Alter ist die Polymyalgia rheumatica nach der Rheumatoiden Arthritis die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© peopleimages.com / stock.adobe.com

Praxistipps

Schulterschmerzen: Die vertrackte, ärztliche Spurensuche