Jung, erfolgreich - und immer öfter psychisch krank

DÜSSELDORF (iss). Psychische Erkrankungen müssen nach Einschätzung der Barmer stärker in den Fokus der betrieblichen Gesundheitsförderung rücken.

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"Der stetige Anstieg psychischer Erkrankungen wirft die Frage nach dem Zusammenhang zwischen erfolgreichem Wirtschaften der Unternehmen und der individuellen Gesundheit der Beschäftigten auf", sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Birgit Fischer bei der Vorstellung des Gesundheitsreports 2009 der Barmer. Schwerpunkt des diesjährigen Reports sind psychische Gesundheit und psychische Belastungen.

In dem Report werden 2,83 Millionen Arbeitsunfähigkeitsfälle von Barmer-Versicherten im Jahr 2008 analysiert. Danach entfielen im vergangenen Jahr 16,8 Prozent der krankheitsbedingten Fehltage auf psychische Erkrankungen. Sie waren damit die zweithäufigste Diagnosegruppe hinter Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (23,7 Prozent).

Die psychischen Erkrankungen dauerten mit durchschnittlich 39,1 Tagen deutlich länger als andere Krankheitsarten, abgesehen von Krebserkrankungen mit 42,2 Tagen, sagte der Autor des Berichts Professor Rainer Wieland von der Bergischen Universität Wuppertal. Besorgniserregend sei der starke Anstieg der Fälle bei jungen Beschäftigten, sagte er. "Wir müssen sehr früh ansetzen und nicht nur die Führungskräfte, sondern auch die Beschäftigten sensibilisieren.

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