Direkt zum Inhaltsbereich

KBV beschließt einen Mini-Ausgleich für KVen

BERLIN (HL). Regionale Ungleichgewichte, die die Honorarreform von 2009 verursacht hat, sollen mit einem Finanzausgleich im Volumen von insgesamt etwa 500 Millionen Euro in den Jahren 2013 bis 2015 gemildert werden.

Veröffentlicht:
Dauerbrenner Verteilungskampf: Mit dem Konvergenzmodell will die KBV regeln, welche Kassenärztliche Vereinigung wieviel an Zuwachs bekommt.

Dauerbrenner Verteilungskampf: Mit dem Konvergenzmodell will die KBV regeln, welche Kassenärztliche Vereinigung wieviel an Zuwachs bekommt.

© [M] kempf / steiner / fotolia.com, schlünz

Das hat die KBV-Vertreterversammlung am Dienstag mehrheitlich ohne Beteiligung der Vertreter aus den KVen Bayerns, Baden-Württemberg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern beschlossen.

Die KBV kommt damit einem Auftrag des Gesetzgebers nach, eine Konzeption für eine Konvergenzphase zu erarbeiten. Das jetzt beschlossene Modell sieht vor, dass in den drei Jahren von 2013 bis 2015 jede KV jeweils 0,5 Prozentpunkte ihres Honorarzuwachses als Konvergenzbeitrag in einen Umverteilungstopf bei der KBV einzahlt.

Wenn der Honorarzuwachs im Folgejahr diesen Wert unterschreitet, soll der dann an die KBV abzuführende Konvergenzbeitrag entsprechend gemindert werden.

Insgesamt stehen pro Jahr - bei einer Gesamtvergütung der Vertragsärzte von gut 30 Milliarden Euro - etwas mehr als 150 Milllionen Euro als Umverteilungsmasse zur Verfügung. Nach dem jetzt gefassten Beschluss soll dies die "letztmalige Angleichung" an die morbiditätsbedingten Gesamtvergütungen je Versicherten sein.

Mit Blick auf das geplante Versorgungsgesetz fordert die KBV-Vertreterversammlung, die Kompetenz für die Honorarverträge und die Honorarverteilung allein bei den Länder-KVen anzusiedeln. Zentral soll nur die Morbiditätsveränderung festgelegt werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Gesetzliche Krankenversicherung

Ausgaben der Krankenkassen: GKV-Sparpaket führt 2027 zur Vollbremsung

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© FOMF

Forum für medizinische Fortbildung

Eviplex: KI-gestützte Recherche speziell für den medizinischen Alltag

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö†

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stürze vermeiden!

Synkopen wegen Blutdruckschwankungen: Worauf es dann ankommt

Juristische Einordnung

Rassistische Diskriminierung im Praxisteam: So verhält man sich als Ärztin oder Arzt rechtskonform

Lesetipps
Ein Kind erhält eine Spritze und schaut ängstlich weg.

© yanadjan / stock.adobe.com

Vom Schmerzgel bis zum Wiegenlied

Zehn Strategien gegen Impfstress

Die Rückseite eines jungen Mannes mit großflächigen Tätowierungen.

© PeopleImages / Getty Images / iS

Kasuistik

Lebensgefahr! Tattoo mit schockierenden Folgen

Nahaufnahme des rechten Handegelenks eines Patienten das mit einer Handgelenksschiene ruhig gestellt ist.

© Ondrej Novotny / stock.adobe.com

Therapie der ersten Wahl

Was bringt eine Handgelenksschiene beim Karpaltunnelsyndrom?