Kommentar – KBV-Vertreterversammlung

KBV hat einen guten Lauf

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Die KBV hält Kurs. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so. Der neue Stil der Zusammenarbeit hat 2017 weit über die Wahl des neuen Führungstrios im März getragen. "Altlasten" haben die neue konstruktive Harmonie nicht gefährden können.

Dabei spielen der KBV zwei Dinge in die Hand: eine geschäftsführende Bundesregierung, die aktuell darauf bedacht ist, ihr Pflichtprogramm zu absolvieren. Und eine neue von der SPD losgetretene Diskussion um die Bürgerversicherung. Hier ist die Position der Ärzte eindeutig – eine klare Front der Ablehnung.

Zugestehen muss man aber auch, dass die KBV mit der Ambulantisierung der Medizin ein Thema gefunden hat, das sticht. In dem Maße, in dem sie den Druck auf die Kliniken erhöht, drängt sie die Politik zum Handeln. 1300 Kliniken, die an der Notfallversorgung teilnehmen, wollen ausgelastet sein. Doch ist das angesichts der hohen finanziellen Belastungen sinnvoll?

Selbst die versprochene Notfall-App braucht die KBV in diesen Tagen nicht zu präsentierten, weil man die Verzögerung getrost auf die Politik schieben kann. Der Gesetzgeber soll seine Anforderungen an Funktionalitäten definieren.

Die KBV hat einen guten Lauf – da gelingt selbst ein Millionen-Deal mit dem Ex-KBV-Chef. Chapeau!

Lesen Sie dazu auch: KBV fordert Ausbudgetierung fachärztlicher Grundleistungen Nach der (Labor-)Reform ist vor der Reform Vergangenheitsbewältigung: KBV vergleicht sich mit Köhler und steigt aus Immobilien aus KBV will Ende der Fristen fürs E-Health-Gesetz 2

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