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KV Berlin senkt Verwaltungskosten

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Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin setzt ihren Kurs fort, die Umlagen für Ärzte zu senken und so das KV-Vermögen abzuschmelzen.

BERLIN (ami). Die Verwaltungskostenumlage der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin bleibt vorerst stabil.

Ärzte, die elektronisch abrechnen, zahlen bis zum Ende des dritten Quartals 2012 weiterhin 1,9 Prozent. Wer weiter manuell abrechnet, muss 3,3 Prozent an die KV Berlin abführen.

Die Vertreterversammlung hat über diesen Beschluss im Rahmen der Haushaltsplanung für das kommende Jahr lange diskutiert.

Zum sechsten Mal in Folge ist der Verwaltungskostensatz künstlich abgesenkt worden. Für einen kostendeckenden Haushaltsansatz wären 2,4 Prozent Umlage nötig (3,8 Prozent für Handabrechner).

Entlastung um mehr als 45 Millionen Euro

Die KV Berlin setzt aber ihren Kurs fort, die Umlage zu senken und dafür das Vermögen abzuschmelzen. "Wir sind der Ansicht, dass eine KV kein Vermögen anhäufen sollte. Das Geld gehört in die Hände derer, die es erwirtschaften", sagte der für Finanzen zuständige KV-Vorstand Burkhard Bratzke.

Seit 2005 sind die Ärzte in Berlin nach seinen Angaben durch Umlagesenkungen um mehr als 45 Millionen Euro entlastet worden. Von aktuell rund 22 Millionen Euro KV-Vermögen stehen laut Bratzke etwa zwölf Millionen zur Verfügung.

Für die Absenkung um 0,5 Prozentpunkte für vier Quartale rechnet die Berliner KV mit einer Vermögensentnahme von etwa 7,3 Millionen Euro.

"Sehr sparsame" Verwaltung

Einige Vertreter mahnten an, dass die Absenkung langsam ausgeschlichen werden sollte, damit es nicht zu einem sprunghaften Anstieg der Verwaltungskosten kommt, wenn das KV-Vermögen aufgezehrt ist.

Bratzke verwies darauf, dass die KV-Verwaltung in der Vergangenheit meist "sehr sparsam" gewirtschaftet hat, so dass die Vermögensentnahme durchweg geringer ausgefallen sei als geplant.

Für das Jahr 2012 kalkuliert die KV Berlin mit einem Haushaltsvolumen von 37,55 Millionen Euro. Davon sind allein 20,7 Millionen für Personalkosten vorgesehen. Die Mitarbeiterzahl soll von 376 (Plan 2011) auf 380 Mitarbeiter steigen.

Wenig Platz für die KV

Laut Bratzke stößt die KV im gemieteten Haus an der Masurenallee aber langsam an ihre Raumgrenzen. Für den Sachaufwand sind 5,6 Millionen Euro angesetzt. Eine voraussichtliche Mieterhöhung ist berücksichtigt.

Der Organisationsaufwand wird einschließlich der Umlage an die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit knapp sieben Millionen Euro berechnet.

Auf der Einnahmeseite rechnet die Kassenärztliche Vereinigung Berlin mit einem Wachstum der Verwaltungskostenumlage um 1,2 Millionen Euro verglichen mit 2011. "Wir gehen optimistisch von 1,5 Milliarden Euro Honorarvolumen aus", sagte Bratzke.

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