Berufspolitik

KVen sehen ASV gelassen

BERLIN (af). Die Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung (ASV) bleibt im Gespräch.

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Auf die Warnung des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI) in der "Ärzte Zeitung" (Dienstag), die Kassenärztlichen Vereinigungen ständen der neuen Versorgungsebene reserviert gegenüber, weil sie Einnahmeverluste befürchteten, haben zwei KVen reagiert.

Ein Sprecher der KV Hessen betonte, an der ASV teilnehmende Ärzte könnten sowohl direkt mit den Kassen oder über ihre KV abrechnen.

Er rechne damit, dass die Ärzte diesen Service in Anspruch nehmen werden. "Wir sind in Abrechnungsfragen gut aufgestellt", sagte er der "Ärzte Zeitung".

Die KV Berlin sieht ebenfalls keine Probleme mit dem neuen Sektor. "Unsererseits gibt es keine Bedenken. Wir halten die ASV vielmehr für eine Möglichkeit, die Versorgung zu verbessern und eine versorgungsbereichsübergreifende Lösung zu finden."

Der zweite Vizepräsident des BDI, Dr. Hans-Friedrich Spies, hatte in einem Hintergrundgespräch angedeutet , die KVen würden möglicherweise die Interessen der Ärzte in den Beratungen des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Details der spezialfachärztlichen Versorgung nicht mit dem gebührenden Nachdruck vertreten.

Grund sei, dass den KVen mit Einführung der ASV Verwaltungskosten entgehen könnten, weil die teilnehmenden Ärzte direkt mit den Kassen abrechneten.

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