Ärztestreik bei Vivantes

Kammer prüft Verhalten von Chefärzten

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BERLIN. Die Ärztekammer Berlin prüft nach dem Ärztestreik bei Vivantes drei Beschwerden. Ärzte, die am Streik teilnehmen wollten, haben nach Kammerangaben beklagt, von ihren Chefärzten unter Druck gesetzt worden zu sein.

"Wiederholt soll es zu abschätzigen Bemerkungen hinsichtlich hochverantwortlichen, aber untergeordneten Positionen gekommen sein", berichtet die Kammer in ihrem aktuellen Mitteilungsblatt "Berliner Ärzte".

Außerdem seien Ärzte angewiesen worden, trotz des vereinbarten Notdienstes elektive Aufnahmen auch an Streiktagen zu gewährleisten. Zudem soll es Behauptungen gegeben haben, dass die streikenden Ärzte Menschen gefährdet und Todesfälle riskiert hätten.

Dagegen versichern die Absender der Briefe nach Kammerangaben, dass die Patientenversorgung zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei.

Die Abteilung Berufsrecht der Berliner Kammer gibt nun den beschuldigten Chefärzten Gelegenheit zur Stellungnahme. Eine Bewertung der konkreten Fälle seitens der Abteilung steht noch aus.

Unabhängig davon vertritt die Ärztekammer Berlin eine klare Position. Sie hält es "grundsätzlich für unvereinbar mit dem berufsrechtlichen Gebot der Kollegialität, wenn ärztliche Leitungen die unter ihnen arbeitenden Ärzte wegen der Wahrnehmung ihres Streikrechts unter Druck setzen". (ami)

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