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Kampagne im Norden wirbt für Organspenden

KIEL (di). Der "Organspendesommer 2008" soll im Norden eine höhere Aufmerksamkeit für das Thema erzielen. Ziel ist, dass sich mehr Menschen entschließen, einen Spenderausweis zu beantragen.

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Eine Unterschrift, die Leben rettet: Der Organspendeausweis.

Eine Unterschrift, die Leben rettet: Der Organspendeausweis.

© Foto: imago

"Wir sollten uns bewusst machen, dass jeder in die Situation kommen kann, auf eine Organspende angewiesen zu sein. Wenn wir alle bereit sind zu geben, haben auch alle im Bedarfsfall eine größere Chance auf ein lebensrettendes Organ", sagte Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht zum Start des Organspendesommers.

Die Ministerin ist Schirmherrin der vom Verein "Transplantationsbetroffene Schleswig-Holstein" initiierten Aktion, die auch vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein unterstützt wird. Im Laufe des Sommers sind verschiedene öffentliche Informationsveranstaltungen geplant. Vorgesehen sind etwa ein Kunstwettbewerb an Schulen oder eine Info-Aktion mit einer Footballmannschaft. Dabei wird nicht nur auf den lebensrettenden Aspekt für Empfänger, sondern auch auf die Entlastung von einer Entscheidung durch Angehörige verwiesen.

Trauernicht warb zum Start der Aktion erneut für mehr Vertrauen in die Organspende. Das war nach - inzwischen widerlegten - Vorwürfen von Medien gegen die Transplantationsabteilung am Uniklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) über eine Bevorzugung von Privatpatienten verloren gegangen. Unter anderem ging die Zahl der Spenden zurück.

Die Transplantationsmedizin kämpft aber noch mit weiteren Problemen. Zwar ist eine Mehrheit der Bevölkerung grundsätzlich bereit, zu spenden. Einen Spendeausweis besitzt aber nur etwa jeder achte Deutsche. Zugleich stehen rund 12 000 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Um die Situation in Schleswig-Holstein, wo derzeit 530 Menschen auf ein Spendeorgan warten, zu entschärfen, hat der Kieler Landtag vor kurzem ein Ausführungsgesetz zum Transplantationsgesetz verabschiedet. Damit wird die Stellung der Transplantationsbeauftragten in den Krankenhäusern gestärkt.

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