Mögliches Referendum

Kirche in Italien besorgt über Erfolg von Sterbehilfe-Initiative

Eine italienische Initiative, die eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe fordert, hat bereits über 500.000 Unterschriften gesammelt – und will noch lange nicht aufhören. Die Bischöfe reagieren beunruhigt.

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Rom. Italiens katholische Bischöfe haben sich „sehr besorgt“ über eine Initiative zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe geäußert. Am Mittwoch wandte sich die Bischofskonferenz entschieden gegen das Vorhaben. „Wer sich in einem Zustand extremen Leidens befindet, dem sollte geholfen werden, den Schmerz zu bewältigen, Angst und Verzweiflung zu überwinden“, heißt es in einer Stellungnahme. Keinesfalls dürfe es darum gehen, „Leben zu vernichten“.

Zuvor war bekannt geworden, dass es einer Gruppe von Initiatoren gelungen ist, 500.000 Unterschriften für eine teilweise Aufhebung des Artikels 579 im italienischen Strafgesetzbuch zu sammeln. Dieser stellt aktive Sterbehilfe („Tötung auf Verlangen“) unter Strafe. Sollten die gesammelten Unterschriften tatsächlich gültig sein, könnte dies zu einem Referendum führen.

Kirche sieht Menschenwürde gefährdet

Nach Ansicht der Bischöfe wäre die „Entscheidung für den Tod“ eine „Niederlage“ des Menschen – und der Sieg eines „individualistischen, nihilistischen“ Konzepts. In diesem gebe es offenbar keinen Platz für Hoffnung oder intakte zwischenmenschliche Beziehungen. Ziel der Kirche müsse es daher sein, mit klaren Worten auf den Schutz der Menschenwürde zu dringen.

Die Organisatoren der Unterschriftenkampagne setzen ihren Einsatz derweil unvermindert fort. Um sicherzugehen, dass die Hürde von einer halben Million überschritten wird, wollen sie bis zum Stichtag am 30. September 750.000 Unterschriften beisammen haben. (KNA)

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