Mecklenburg-Vorpommern

Kleinkrieg der Verbandsfunktionäre

Dem Vorstand des Hausärzteverbandes in Mecklenburg-Vorpommern stößt der SpiFa-Beitritt des NAV-Virchow-Bundes sauer auf. Das hat ein Verbal-Scharmützel ausgelöst.

Veröffentlicht: 03.03.2015, 18:19 Uhr

GREIFSWALD. Rundumschlag des Hausärzteverbandes Mecklenburg-Vorpommern: Scharfe Kritik übt der Verband um den Vorsitzenden Dr. Dieter Kreye am Beitritt des NAV-Virchowbundes zum Spitzenverband Fachärzte (SpiFa) Deutschlands, an KBV-Chef Dr. Andreas Gassen und an der NAV-Landesvorsitzenden Angelika von Schütz.

Mit dem Beitritt des NAV-Virchow-Bundes zum Spitzenverband steht für den Hausärzteverband fest, dass der NAV-Virchowbund sich als klarer Vertreter fachärztlicher Interessen und als Gegenpol zum Deutschen Hausärzteverband versteht.

"Damit ist es also klar, die hausärztlichen Mitglieder des NAV-Virchowbundes werden nur als Feigenblatt der sogenannten innerärztlichen Geschlossenheit benötigt, hinter dem knallharte fachärztliche Interessenvertretung betrieben wird", heißt es in einer Pressemitteilung der Hausärzte im Nordosten.

Zugleich stellt der Verband die Glaubwürdigkeit der NAV-Landesvorsitzenden Angelika von Schütz in Frage. Begründung: Diese habe sich "immer als treue Dienerin ihres Bundesvorsitzenden Dr. Dirk Heinrich erwiesen".

"Ideologischer Schützengraben von vorgestern"

Die Rolle von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen schließlich bezeichnet der Hausärzteverband in Mecklenburg-Vorpommern als "unrühmlich", weil dieser nach Verbandswahrnehmung "bei den Aktionen gegen die Hausärzteschaft offenbar eine ganz zentrale Rolle spielt". Als Konsequenz sieht der Verband notfalls eine Sektionierung im KV-System.

Die Replik des NAV-Virchow-Bundes kam am Dienstag: "Die Herren Hausarzt-Verbands-Funktionäre befinden sich in den ideologischen Schützengräben von vorgestern", schrieb der stellvertretende Bundesvorsitzende und Hausarzt Dr. Veit Wambach.

Einer der Schwerpunkte der Arbeit im SpiFa werde die "Neudeklination der fachärztlichen Grundversorgung" sein. Damit werde man "eine Brücke zwischen Haus- und Fachärzten bei der wohnortnahen Grundversorgung schlagen", kündigte Wambach an.

Er nannte die Stellungnahme des Hausärzteverbandes als "in Inhalt und Ton bespiellos". (di/fst)

Mehr zum Thema

Kommentar zur Ärztestatistik

Nicht nur Work-Life-Balance

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Prominente warnen vor Entwertung des Lebens alter Menschen

Ruf nach „moralischer Revolte“

Prominente warnen vor Entwertung des Lebens alter Menschen

Cabotegravir: Potenzial zur PrEP-Spritze?

HIV-Infektion

Cabotegravir: Potenzial zur PrEP-Spritze?

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden