Hilfsorganisationen

Kritik an Plänen zu Migrationsabwehr

Veröffentlicht: 28.06.2016, 17:59 Uhr

BERLIN. Vor dem EU-Gipfel haben sich mehr als 100 Organisationen gegen Pläne der EU gewandt, mit afrikanischen Staaten Migrationsabkommen wie mit der Türkei zu schließen.

Die Staats- und Regierungschefs müssten den "Vorschlag der EU-Kommission zur Migrationsabwehr stoppen", erklärten Amnesty International, Ärzte der Welt, Oxfam, Save the Children, World Vision und andere Organisationen.

Brüssel untergrabe die Glaubwürdigkeit Europas bei der Verteidigung der Menschenrechte und beschädige weltweit das Recht auf Asyl.

Das Thema steht auf der Tagesordnung des EU-Gipfels am Dienstag und Mittwoch in Brüssel.

Die EU-Kommission wolle Handelsbeziehungen und Entwicklungshilfe dafür einsetzen, "dass Drittländer Migranten daran hindern, Europa zu erreichen", heißt es in dem gemeinsamen Aufruf. Das gefährde das internationale Verbot, Menschen in Länder zurückzuweisen, in denen ihnen Gefahr für Leib und Leben drohe.

Die EU-Migrationspolitik werde zudem das Geschäftsmodell der Schleuser nicht zerschlagen, sondern das Leid der auf Schleuser setzenden Schutzsuchenden vergrößern.

"Blaupause für den Plan ist das Abkommen zwischen der EU und der Türkei, durch das Tausende Menschen unter entwürdigenden und menschenverachtenden Bedingungen in Griechenland festsitzen", heißt es.

Das Abkommen sieht vor, dass Ankara gegen Schlepper vorgeht und illegal von der Türkei nach Griechenland eingereiste Migranten zurücknimmt. Im Gegenzug fließt Geld für die Unterstützung der Flüchtlinge in der Türkei. (dpa)

Mehr zum Thema

„Tag des Arztes“

Bleiben Sie an der Seite der Patienten!

Corona / Großbritannien

Premier Johnson stimmt Briten auf schwere Zeiten ein

Kommentare
Peter Friemelt

Danke Herr Dr. Schätzler

für Ihre Ergänzung.

Aber Dr. Bayerl gibt keine Quelle für seine Behauptung.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Friemelt

Thomas Georg Schätzler

"NGO"? Wer will, dass man ihn versteht, erklärt seine Abkürzungen!

Non Governmental Organization (NGO) heißt übersetzt Nichtregierungsorganisation (NRO). Gemeint sind damit Organisationen, die wichtige gesellschaftliche Interessen vertreten, aber nicht dem Staat oder der Regierung unterstellt sind.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Peter Friemelt

viel zu viele NGOs??

@ Dr. Bayerl:

welche NGOs machen welche Geschäfte? Mit Flüchtlingen?, oder wie ist das gemeint? Bitte teilen Sie der interessierten Öffentlichkeit die Quellen für Ihre Aussage mit.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Friemelt

Wolfgang P. Bayerl

wir haben nicht nur zu viele "Schleuser"

sondern viel zu viele NGO´s, die Geschäfte machen,
oder ist das das Gleiche?


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Warum die Krebsrate bei jungen Menschen steigt

Präventionsdefizit

Warum die Krebsrate bei jungen Menschen steigt

Plasmaspende als Therapie bei COVID-19?

Studie mit schwer Erkrankten

Plasmaspende als Therapie bei COVID-19?

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden