Künftig flexible die Klinik-Kapazitäten in Mecklenburg-Vorpommern

SCHWERIN (di). Die Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern können ihre Bettenkapazitäten künftig flexibler zwischen ihren Abteilungen übertragen. Das Land verzichtet darauf, den Versorgungsauftrag bis ins Detail zu regeln.

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Die Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) begrüßt die neue Flexibilität. "Das gibt den Häusern Freiheit, aber keine Narrenfreiheit", fasste Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Gagzow die Neuregelung zusammen. Die Krankenhäuser können nun zwei Mal im Jahr bis zu fünf Prozent der Bettenkapazität einer Abteilung auf eine andere übertragen.

Dies ist zwar gegenüber dem Ministerium anzeigepflichtig, muss aber nicht den schwerfälligen Genehmigungsweg mit Anhörungen verschiedener Beteiligter gehen.

In der Vergangenheit mussten Krankenhäuser für eine Verlagerung weniger Betten zum Teil monatelange Verfahren durchlaufen - in vielen Bundesländern ist dies noch der Fall.

Die oppositionellen Linken kritisiert die Neuregelung. "Damit ist der Krankenhausplan kein Strategie-Instrument mehr, die Landesregierung verzichtet auf vorausschauende Gestaltung", sagte Torsten Koplin, gesundheitspolitischer Sprecher der Linken.

Gesundheitsministerin Manuela Schwesig (SPD) dagegen stellte die Flexibilität in den Vordergrund: "Die Krankenhäuser haben dadurch Planungssicherheit und die Patienten können sich auf eine zuverlässige, gesicherte Versorgung einstellen."

Der aktuell verabschiedete Krankenhausplan für Mecklenburg-Vorpommern sieht 9984 Planbetten und 969 tagesklinische Plätze vor. Alle Krankenhausstandorte und hauptamtlich geführten Fachabteilungen bleiben erhalten.

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