Direkt zum Inhaltsbereich

Berlin/Brandenburg

Länder wollen Patientenbrief etablieren

Gemeinsame Initiative für einen Entschließungsantrag soll am 17. Mai im Bundesrat behandelt werden.

Veröffentlicht:

POTSDAM/BERLIN. Patienten sollen mehr strukturierte Informationen über ihre Behandlung bekommen. Das fordern Berlin und Brandenburg mit einer gemeinsamen Bundesratsinitiative.

Der Entschließungsantrag wurde von beiden Landesregierungen Ende April beschlossen und soll in der Bundesratssitzung am 17. Mai behandelt werden.

Er sieht vor, dass Patienten nach jeder ambulanten oder stationären Behandlung einen Patientenbrief erhalten, der sie verständlich über Diagnose, Behandlung, Arzneiverordnungen und angemessenes Gesundheitsverhalten informiert.

„Wenn Patientenorientierung und die Förderung der Gesundheitskompetenz ernst genommen werden, lässt sich der Patientenbrief nicht als ‚unnötige Bürokratie‘ einfach abtun“, so Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke).

Statt komplexe Informationen nur mündlich im Behandlungszimmer zu erfahren, sei es viel besser, wenn Patienten diese Informationen auf dauerhafte Weise mitgeteilt bekommen.

Mit der Bundesratsinitiative wollen Brandenburg und Berlin die Bundesregierung in die Pflicht nehmen, die Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz vom Juni 2018 zur stärkeren Patientenorientierung umzusetzen. Karawanskij kritisierte, die Regierung habe viele Beschlüsse einfach zurückgewiesen oder entwertet.

„Das können wir nicht akzeptieren, deshalb bringe ich diese Bundesratsinitiative auf den Weg“, so die Ministerin.

Die Initiative zielt außerdem darauf, dass die Patientenvertreter in den Gremien des Gesundheitswesens auf Bundes- und Landesebene mehr Unterstützung erhalten. Der Antrag appelliert zudem an die Regierung, Vorschläge für einen Patientenentschädigungsfonds und für eine Neuordnung der Gesundheitsversorgung am Lebensende zu prüfen. (ami)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Übersicht

Eine Agenda für Seltene Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Shared Decision Making ist gerade bei der Diagnostik und Therapie seltener Erkrankungen ein wichtiges Versorgungsprinzip. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Pixel-Shot / stock.adobe.com

Seltene Erkrankungen

Was auch Patienten tun können

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)

Eine Krebspatientin erzählt

„Meine Kinder? Klar sind die geimpft!“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Primäre und sekundäre Formen

Immundefekte erkennen: So klappt’s in der Praxis

Lesetipps
Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen

Eine Frau sitzt im bett und hustet.

© Sonja Monstein / stock.adobe.com

Fehlerhaftes Immunsystem

So unterscheiden sich primäre und sekundäre Immundefekte