Bundestagswahl

Laschet holt sich Gesundheitsexpertise in sein „Zukunftsteam“

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sein achtköpfiges Wahlkampfteam vorgestellt. Die frühere Sozialministerin von Sachsen Barbara Klepsch soll die Themen Gesundheit und Pflege beackern.

Veröffentlicht:
Verantwortet im Team von Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) das Thema „gleichwertige Lebensverhältnisse“: Die sächsische Kultusministerin Barbara Klepsch (CDU).

Verantwortet im Team von Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) das Thema „gleichwertige Lebensverhältnisse“: Die sächsische Kultusministerin Barbara Klepsch (CDU).

© Christoph Soeder/dpa

Berlin. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) zieht mit einem achtköpfigen „Zukunftsteam“ in die restlichen drei Wahlkampfwochen. Die sächsische Kultusministerin Barbara Klepsch (CDU), die von 2014 bis 2019 auch Sozialministerin gewesen ist, zeichnet dabei für das Thema „gleichwertige Lebensverhältnisse“ verantwortlich.

Dieses Thema beinhalte auch eine gute medizinische und pflegerische Versorgung in Stadt und Land, sagte Klepsch anlässlich der Vorstellung des Laschet-Teams am Freitag.

Lesen sie auch

Die Corona-Pandemie habe bei der Gesundheitsversorgung noch einigen Handlungsbedarf deutlich gemacht, sagte die frühere sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz. Sie sei daher froh, dass sich die Union dazu bekannt habe, 5000 neue Studienplätze im Bereich der Humanmedizin schaffen zu wollen.

Landarztquote ausbauen

Darüber hinaus sei es wichtig, die bereits in einigen Ländern praktizierte Landarztquote weiter auszubauen, sagte Klepsch. Dasselbe gelte für ambulante und stationäre Pflegeangebote. Lebensqualität dürfe „keine Frage der Postleitzahl sein“.

Außer Klepsch gehören unter anderem der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU), Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) sowie Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien zum Laschet-Team dazu.

Laschet erklärte, er freue sich auf „den Endspurt“ zur Bundestagswahl. Er sei neugierig, welche Persönlichkeiten die SPD aufzubieten habe. In Umfragen liegt der CDU-Chef derzeit hinter SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. (hom)

Mehr zum Thema

Versorgung psychisch Kranker

Die Ziele der neuen KSVPsych-Richtlinie

Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Thomas Georg Schätzler

Was hat das bloß in aller Welt mit Gesundheits-und Sozialkompetenz, geschweige denn mit Krankheitskompetenz, zu tun?

Barbara Klepsch (* 23. Juli 1965 in Annaberg-Buchholz), eine deutsche CDU-Politikerin. Seit 20.12.2019 Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus. Zuvor seit 13.11.2014 Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz. Von 2001 bis 2014 Oberbürgermeisterin von Annaberg-Buchholz.
Die Verwaltungs-Betriebswirtin (VWA) Barbara Klepsch war 1988 bis 1993 Leiterin für Finanzen im Kreiskrankenhaus Annaberg. Anschließend Kämmerin und gewählte Oberbürgermeisterin der erzgebirgischen 
Berg- und Kreisstadt Annaberg-Buchholz. Mitglied des Kreistages des Erzgebirgskreises. Seit 2001 dem Hauptausschuss des Deutschen Städtetages und seit 2008 dem Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur des Sächsischen Städte- und Gemeindetages an zugehörig. Seit 2005 Mitglied im Vorstand der CDU Sachsen. 
Bei der Landtagswahl in Sachsen 2019 wurde sie im Wahlkreis Dresden 7 mit 25,3 Prozent der Direktstimmen zur Wahlkreisabgeordneten gewählt.

Am 3. September 2021 wurde Barbara Klepsch in das achtköpfige «Zukunftsteam» von Armin Laschet zur Kanzlerkandidatur zur Bundestagswahl 2021 berufen. Sie vertritt dort die Themen Bürgernähe und gleichwertige Lebensverhältnisse. Nur über un- bzw. paralogische Umwege kann sich dabei CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet damit Gesundheitsexpertise in sein „Zukunftsteam“ geholt haben. Denn die frühere sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch soll damit die Themen Gesundheit und Pflege beackern.

War etwa diese hochnotpeinliche Personalie die Ursache für den Lachanfall des Kandidaten Laschet und seiner Entourage, während unser Bundespräsident seine Rede im überfluteten Ahrtal hielt?

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Chronischer Pruritus: Heftigster Juckreiz

© Aleksej / stock.adobe.com

Therapeutischer Dreiklang

Was sich gegen ständiges Jucken tun lässt

Mehr Inzidenzen = ein guter Grund für den dritten Piks? Einige im Gesundheitssystem vertrauen dieser Rechnung.

© Fokussiert / stock.adobe.com

COVID-19-Pandemie

Hohe Inzidenz lässt Ruf nach mehr Drittimpfungen lauter werden