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MVZ sind in Thüringen überwiegend in Klinikhand

Versorgungszentren fehlen dort, wo sie benötigt werden: auf dem Land.

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ERFURT (rbü). Medizinische Versorgungszentren (MVZ) breiten sich in Thüringen weiter aus. Nach Angaben des Sozialministeriums waren Anfang des Jahres 75 MVZ im Freistaat zugelassen.

Nur zwölf befinden sich in Trägerschaft niedergelassener Vertragsärzte. Zwei Drittel wurden von Kliniken gegründet und werden von Kommunen (24), privat (17) oder kirchlich getragen. Weitere fünf MVZ sind in der Hand von Apotheken.

Das Ministerium bezeichnet die Versorgungszentren in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage als wichtigen "Baustein zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung im ländlichen Raum" im Kampf gegen den drohenden Ärztemangel. Patienten würden zudem vom "Erfahrungsschatz der Klinikpraxis profitieren".

Das Angebot sei allerdings noch "ausbaufähig". Nur zwei MVZ seien nicht in Städten angesiedelt, weitere elf wurden in Kleinstädten errichtet.

In Weimar hingegen, eine der wenigen Regionen mit guter Ärztedichte, tummeln sich allein zehn Einrichtungen. 67 Ärzte sind gleichzeitig in einem MVZ und einem Krankenhaus tätig.

Der SPD-Gesundheitspolitiker und Chirurg Thomas Hartung forderte mehr Anreize für die MVZ-Gründung auf dem Land. Krankenhäuser müssten in die Bresche springen, wo sich eine Ärztelücke auftut. Deshalb forderte Hartung eine Abkehr von der Devise "ambulant vor stationär".

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