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Marburger Bund warnt vor Zwei-Klassen-Medizin

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BERLIN (eb). In einem Positionspapier zur Bundestagswahl spricht sich der Marburger Bund (MB) strikt gegen eine Zwei-Klassen-Medizin aus. "Ärztliche Hilfe darf nicht vom Geldbeutel abhängen und auch nicht vom Versichertenstatus", heißt es in dem Zehn-Punkte-Papier.

In der Medizin müsse die Behandlung eines jeden Patienten fachlich immer auf der Höhe der Zeit erfolgen. Gleichzeitig lehnt der MB eine staatliche Einheitskasse zu Lasten der privaten Krankenversicherung ab. Außerdem fordert die Ärztegewerkschaft: "Es muss transparent sein, wenn Leistungen nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen abgedeckt werden und wofür Versicherte stattdessen in eigener Entscheidung zusätzlich privat vorsorgen sollten.

Die Politik kann sich der Aufgabe nicht entziehen, den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung zumindest in seinen Grundzügen zu bestimmen und zu verantworten." Laut MB leidet die gesundheitliche Versorgung derzeit unter dem Widerspruch, dass die medizinischen Möglichkeiten schneller wachsen als die Bereitschaft, dafür finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.

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Kommentare
Uwe Schneider 31.08.200917:11 Uhr

Hehres Ziel, schwierige Umsetzung ...

Heres Ziel, dass der MB hier postuliert. Aber wie soll eine 2-Klassen-Medizin vermieden werden, wenn vermehrt private, finanzielle Vorsorge im Sinne einer Privatversicherung gefordert wird, was der MB zumindest nicht ausschließen will? Diese Zusatzversicherung werden sich viele Bundesbürger nicht leisten können.

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