Psychotherapie

Medi und TK legen Selektivvertrag auf

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STUTTGART. Verbesserungen in der psychotherapeutischen Versorgung erwarten Medi Baden-Württemberg und die Techniker Krankenkasse durch einen neuen Selektivvertrag. Diese Vereinbarung zur "besonderen psychotherapeutischen Versorgung" soll ab April 2017 starten.

Neue Modelle bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen sollen für Therapeuten kürzere Therapien mit häufigen Arzt-Patienten-Kontakten zu Beginn der Behandlung interessanter machen. Auch Gruppentherapien würden aufgewertet, um möglichst vielen Patienten zeitnah eine Behandlung zu ermöglichen.

"Lange Wartezeiten auf eine Psychotherapie gehören bald der Vergangenheit an", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Laut der Vereinbarung sollen Patienten in der Regel nicht länger als zwei Wochen auf einen Termin warten – bisher können dabei Monate vergehen.

Mit dem schnelleren Behandlungsbeginn verbinde sich auch die Perspektive auf eine raschere Rückkehr ins Berufsleben und kürzere Klinikaufenthalte. "Wenn Patienten schneller Licht am Ende des Tunnels sehen, wird die Gefahr einer chronischen Erkrankung deutlich reduziert", sagt Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von Medi Baden-Württemberg.

Kürzere Wartezeiten sollen auch dadurch erreicht, dass Therapeuten freie Therapieplätze ins Internet einstellen. Im Südwesten sind 1,1 Millionen Menschen bei der TK versichert, insgesamt rund 2500 Therapeuten sind in der psychotherapeutischen Versorgung tätig. (fst)

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