Jahresbericht

Medizinische Hochschule rutscht in die roten Zahlen

Der in Hannover vorgelegte Jahresbericht 2011 hat Folgen: Die MHH will sparen.

Veröffentlicht:

HANNOVER (cben). Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) verzeichnet für 2011 ein Minus von fast 16 Millionen Euro. Damit ist die MHH erstmals nach sieben Jahren positiver Abschlüsse in die roten Zahlen gerutscht.

Das geht aus dem Jahresbericht der MHH für das Jahr 2011 hervor. Jetzt will die Hochschule sparen. "Wir haben unser Ziel deutlich verfehlt, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften, und haben mit einem negativen Jahresergebnis von 15,9 Millionen Euro abgeschlossen", sagte MHH Vizepräsident Holger Baumann.

Baumann, zuständig für das Ressort Wirtschaftsführung und Administration, erklärte, man habe 2011 mit Mehrbelastungen von 23 Millionen Euro fertig werden müssen.

Die Steigerung allein von Personal- und Sachkosten hätte fast acht Millionen Euro verschlungen. Gestiegene Energiepreise schlugen mit einer Million Euro mehr zu Buche.

Darüber hinaus sei der niedersächsische Landesbasisfallwert gesunken. Er lag 2011 bei 2905 Euro. Professor Dieter Bitter-Suermann, Präsident der Hochschule, sagte: "Käme ein bundeseinheitlicher Basisfallwert zum Einsatz, hätte er uns 2011 fünf Millionen Euro Mehrerlös gebracht, ganz zu schweigen vom saarländischen oder rheinland-pflälzischen Landesbasisfallwert, der uns für die gleichen Leistungen 22 Millionen Euro mehr eingespielt hätte." Der Landesbasisfallwert in Rheinland-Pfalz lag 2011 bei 3130 Euro.

Jetzt will die MHH 170 Stellen streichen, so viele, wie 2011 eigens neu geschaffen worden waren. Die MHH hat insgesamt 7610 Vollkraftstellen.

"Aber wir streichen nicht genau dieselben Stellen, die 2011 geschaffen wurden", sagte MHH-Sprecher Stefan Zorn. Außerdem sollen Sachkostendeckel eingeführt werden. Das Krankenhaus habe eine Auslastung von 90 Prozent.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen

Digitale Gesundheitsanwendungen

Elektronische Verordnung für DiGA jetzt freiwillig möglich

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Frau streckt ihre Zunge heraus, man sieht ihre Zähne oben.

© vladimirfloyd / stock.adobe.com

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann