Kommentar zur VAMOS-Studie

Mehr Bewegung, Groko!

Auch wenn Physiotherapeuten & Co studieren, arbeiten sie sie im Anschluss ganz überwiegend patientennah, hat eine Evaluation ergeben.

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Komm schon, Bundesregierung! VAMOS heißt das Kürzel der Studie (Verbleibstudie der Absolventen der Modellstudiengänge in Nordrhein-Westfalen), die danach fragt, wo Hochschulabgänger arbeiten, die ein Studium in der Alten- und Krankenpflege, Hebammenkunde, Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie absolviert haben. Vier von fünf Absolventen sind in der patientennahen Versorgung tätig – auch mit Hochschuldiplom.

Die Botschaft ist wichtig, wenn die große Koalition sich 2020 die Modernisierung weiterer Berufsgesetze vornimmt. Denn eine Aufwertung dieser nicht-ärztlichen Berufe ist überfällig. Seit 2009, in einzelnen Fällen seit 2003, können Hochschulen die Modellstudiengänge anbieten. Mit guten Gründen: Die Gesundheitsversorgung wird komplexer, die Anforderungen an die Beschäftigten in diesen Berufen steigen. Die Gesundheitssachverständigen dringen seit 2007, die Akademisierung zu regeln, entsprechende Empfehlungen des Wissenschaftsrats liegen seit 2012 vor.

Die VAMOS-Studie nimmt den Skeptikern der Akademisierung ein zentrales Argument aus der Hand: Bislang hieß es oft, Hochschulabsolventen würden in Verwaltung oder Controlling abtauchen, aber nicht am Patientenbett arbeiten. Falsch gedacht. Moderne, attraktive Berufsgesetze sichern die pflegerische und medizinische Versorgung von morgen. Vamos, große Koalition!

Schreiben Sie dem Autor: florian.staeck@springer.com

Lesen Sie dazu auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Scheliga 13.11.201921:44 Uhr

Danke, Florian Staeck, danke für Ihren Kommentar, kurz und präzise auf den Punkt gebracht. „Ale Vamos“ BMG und Herr Spahn.

* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kasuistik

Massiv erhöhter CA-19-9-Wert weckt falschen Krebsverdacht

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft

Lesetipps
Das Zusammenspiel zwischen Vermögensverwalter und Anlegerin oder Anleger läuft am besten, wenn die Schritte der Geldanlage anschaulich erklärt werden.

© M+Isolation+Photo / stock.adobe.com

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Person mit weißer Pille in der rechten Hand und Glas Wasser in der linken Hand

© fizkes - stock.adobe.com

Acetylsalicylsäure in der Onkologie

ASS schützt Senioren langfristig wohl nicht vor Krebs