Hessen

Mehr Geburten, weniger Geburtskliniken

Veröffentlicht:

Wiesbaden. Die Zahl der Kliniken in Hessen mit geburtshilflicher Abteilung hat von 2008 bis 2018 um ein Viertel abgenommen. Laut einem vom hessischen Sozialministerium beauftragten Gutachten des Deutschen Krankenhausinstituts und der Hochschule für Gesundheit Bochum hat sich die Anzahl von 67 auf 50 Häuser reduziert. Gleichzeitig ist die Zahl der Geburten von 51.750 (2008) auf 61.000 (2018) gestiegen. Mehr als jede dritte befragte Schwangere berichtete demnach im Jahr 2018 von Schwierigkeiten bei der Suche nach einer Hebamme, fast 75 Prozent haben eine solche Betreuung in Anspruch genommen.

Die Ergebnisse wurden beim „Runden Tisch Zukunftsprogramm Geburts- und Hebammenhilfe in Hessen“ präsentiert und sollen nun in Handlungsempfehlungen für einer verbesserte Hebammenversorgung im Bundesland münden. Diese soll laut Sozialminister Kai Klose (Grüne) ein Fachbeirat entwickeln und im kommenden Jahr vorlegen.

Der im Mai ins Leben gerufene Runde Tisch besteht aus Vertretern von Hebammen, Geburtskliniken und -häusern, Eltern, Hebammenschulen, Geburtshelfern, Frauen-, Kinder- und Jugendärzten, Krankenkassen und Kommunalen Spitzenverbänden. (bar)

Mehr zum Thema
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Durchgerechnet. Um dem hohen GKV-Defizit entgegen zu wirken, plant das Bundesgesundheitsministerium viele Maßnahmen – etwa den Zusatzbeitrag zu erhöhen.

© Wolfilser / stock.adobe.com

Update

Wegen GKV-Defizit

Koalition will Ärzte zur Kasse bitten – die reagieren vergrätzt