Berufspolitik

Mehr MRT - das ist Fortschritt für Patienten

ERLANGEN (HL). "Deutschland Weltmeister bei MRT-Untersuchungen" - für diese Kernaussage des Barmer GEK-Arztreports 2011 liefert das führende bayerische Radiologennetz VRNZ nun eine medizinische Erklärung: die bessere Leistungsfähigkeit neuer MRT-Geräte, die alte, risikoreiche und teils teure Methoden ersetzen.

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So habe die Kernspintomografie in Deutschland - anders als im Ausland - die strahlenbelastende CT in erheblichem Umfang verdrängt, erläutert Dr. Ulrich Neumaier, geschäftsführender Arzt des VRNZ, der "Ärzte Zeitung".

Die Geräteinnovation ermögliche eine Indikationsausweitung für MRT, die aber andere Methoden ersetzt. Beispiel: Statt aufwendiger, invasiver und risikobehafteter Kathether-Untersuchungen ist seit einigen Jahren die Angiografie per Kernspin möglich. Das ist weniger belastend für Patienten, weniger zeitaufwendig, deutlich kostengünstiger und dort sinnvoll, wo keine Interventionen geplant sind. Eine weitere MRT-Option sind Rückenmark-Untersuchungen, die Punktionen, Folgeschmerzen und eventuelle Klinikaufenthalte überflüssig machen können.

Erhebliche Sorge bereitet den Radiologen die immer weiter auseinanderdriftende Privat- und Kassenhonorierung. Dadurch kommt es zu einer Quersubventionierung der Kassendiagnostik. Würden die GOÄ-Sätze gesenkt, werde das die Innovationsfähigkeit einschränken. Denn vor allem Altgeräte bringen, wenn sie nach acht Jahren abgeschrieben sind, hohen Gewinn, der Umsatzausfälle kompensieren könnte.

Lesen Sie dazu auch: Radiologie: Ungesunde Verhältnisse

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