Mehr Schutz gegen Stichverletzungen

Mitarbeiter von Krankenhäusern sollen besser gegen Stichverletzungen geschützt werden. Das haben Arbeitgeber und Gewerkschaften auf europäischer Ebene vereinbart.

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BRÜSSEL (taf). Krankenhausdirektoren und Personalvertretungen des medizinischen Personals wollen künftig konzertiert den Gefahren durch Stichverletzungen am Arbeitsplatz mit verstärkter Schulung und Prävention begegnen. Dies vereinbarten der Europäische Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst (EGÖD) und die EU-Arbeitgebervereinigung für Kliniken und Gesundheitswesen (HOSPEEM) Ende vergangener Woche in Brüssel.

Mit dieser Rahmenübereinkunft schaffen die Sozialpartner auf Initiative der EU-Kommission die Grundlage für einen entsprechenden EU-Richtlinienentwurf. "Dieser soll schon im Oktober dem EU-Parlament und Ministerrat zur Entscheidung vorgelegt werden", erklärte EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Von den rund zwölf Millionen EU-Beschäftigten in den Gesundheitsberufen verletzen sich nach Angaben von EGÖD-Präsidentin Karen Jennings jährlich rund 1,2 Millionen Beschäftigte an Spritzen oder Operationsbesteck und ziehen sich hämatogene Infektionen wie Hepatitis B oder Aids zu.

Die Dunkelziffer derartiger Vorfälle und Erkrankungen schätzt HOSPEEM-Generaldirektor Godfrey Perera deutlich höher ein: Es liege im Interesse der Klinikträger, durch Risikomanagement die Beschäftigten zu schützen. Spidla will sicherstellen, dass verletztem Personal das Recht auf medizinische Versorgung und Krankenschutz für die ganze Familie eingeräumt wird.

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