Kommentar zum Deutschen Seniorentag

Mehr als altes Eisen

Von Hauke GerlofHauke Gerlof Veröffentlicht:

Der Ansatz ist genau richtig. Der 12. Seniorentag am Montag hat die Aufmerksamkeit auf ein Thema gelenkt, das für die Bewältigung der demografischen Veränderungen noch wichtiger werden könnte, als die Defizite in der Pflege zu beheben.

Wer in Rente geht, gehört für die Gesellschaft noch lange nicht zum alten Eisen. Das gilt um so mehr angesichts der über eine Million Menschen, die nach 45 Jahren im Arbeitsleben die Rente bereits mit 63 beantragt haben – deutlich mehr innerhalb von vier Jahren, als von Bundesregierung und Rentenversicherung erwartet worden war.

Entscheidend ist jetzt, die wachsende Zeitspanne "gesunder" Jahre nach Renteneintritt sinnvoll zu nutzen. Politik und Gesellschaft sind gefordert zu definieren, was die jungen Alten schultern können (und sollen), damit der Konsens der Solidargemeinschaft nicht gesprengt wird, wenn immer weniger junge Arbeitnehmer immer mehr Rentner versorgen müssen.

Die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und die Beteiligung der neuen Bundesministerin Giffey am Seniorentag deuten darauf hin, dass die Brisanz des Themas den Akteuren zumindest bewusst ist.

Erstes Ziel könnte es sein, einen gleitenden Übergang vom Arbeitsleben in die Rente zu erleichtern.

Lesen Sie dazu auch: Bundespräsident fordert: Höchste Priorität für die Pflege!

Mehr zum Thema

„Schnellster Weg aus der Pandemie“

Lauterbach: Allgemeine Impfpflicht ist moralisch vertretbar

Schlaganfall und Demenz

Medizinpreis Hufeland für bayrisches Präventionsnetz

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Staphylococcus aureus: In Ländern mit hohem Einkommen sind vor allem resistente S.-aureus- und E.-coli-Bakterien eine Gefahr. Auf sie wurden einer aktuellen Analyse zufolge 26 Prozent beziehungsweise 23 Prozent aller Todesfälle durch Resistenzen zurückgeführt.

© Dr_Kateryna / stock.adobe.com

Globales Gesundheitsproblem

Mehr Tote durch Antibiotikaresistenzen als durch HIV

Wer soll die Kosten für die Digitalisierung der Arztpraxen tragen? DAK-Chef Storm sieht die Finanzierung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

© Thomas Weißenfels / stock.adobe.com

Digitalisierungsreport

DAK-Chef fordert Praxis-Digitalisierung auf Staatskosten