Abschied

Mehrere Kassenärztliche Vereinigungen verlassen Plattform X

Der „zunehmende Missbrauch für antidemokratische politische Positionen“ der Social-Media-Plattform von Elon Musk veranlasst weitere Kassenärztliche Vereinigungen dessen Dienst „X“ den Rücken zu kehren.

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Zuviel Hass und Hetze auf dem Kurznachrichtendienst X, einst Twitter – zahlreiche Kassenärztliche Vereinigungen ziehen Konsequenzen.

Zuviel Hass und Hetze auf dem Kurznachrichtendienst X, einst Twitter – zahlreiche Kassenärztliche Vereinigungen ziehen Konsequenzen.

© Fabian Sommer/dpa

Erfurt. Weitere Kassenärztliche Vereinigungen verlassen die Plattform X, früher Twitter. Sie protestieren damit gegen den zunehmenden Missbrauch der Social-Media-Plattform von Elon Musk für antidemokratische politische Positionen, wie die KV Thüringen am Montag erklärte.

Durch den vom Eigentümer vorgenommenen Verzicht auf Faktenchecks und die algorithmische Verstärkung rechtspopulistischer Inhalte blieben zunehmend Hass und Hetze gegen Menschengruppen bis hin zu Gewaltaufrufen ungelöscht.

„Die für alle Kassenärzte maßgeblichen Werte des Genfer Gelöbnisses in der Tradition des Hippokratischen Eides sind mit dieser Entwicklung nicht vereinbar“, heißt es in der Erklärung, die auch von den KV Brandenburg, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Berlin mitgetragen wird.

Sie regen an, dass sich weitere ärztliche Körperschaften, Verbände und die KV-Mitglieder diesem Schritt anschließen. Die KV Berlin hatte bereits vor zwei Wochen erklärt, ihre Aktivitäten auf X einzustellen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung im November. Auf der Plattform waren zuletzt auch die Bundesärztekammer und mehrere Landesärztekammern aktiv. Die Landesärztekammer Thüringen hat von Anfang an auf Twitter- beziehungsweise X-Aktivitäten verzichtet. (zei)

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