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Kanzler-Podcast

Merkel: Impfen – ja, aber ohne Zwang

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BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für das Impfen geworben. Impfstoffe seien für die "allerallermeisten" Menschen gut verträglich, sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Podcast.

Impfen ermögliche es, schwerwiegende Erkrankungen zu vermeiden. Im Vergleich dazu sei das Risiko von Unverträglichkeiten "sehr gering". Die Kanzlerin verwies auf die steigenden Fälle von Masernerkrankungen in Deutschland. Hier könnten Impfungen "wirklich helfen".

Merkel wandte sich allerdings gegen eine Impfpflicht, beispielsweise vor dem Besuch einer Kita. Die Hürden für eine Impfpflicht seien in Deutschland "aus guten Gründen recht hoch". Deshalb setze Deutschland auf Impfberatung und Aufklärung durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, erklärte die Kanzlerin.

Merkel erinnerte sich aus ihrer Kindheit an die Impfung gegen Polio. Die Verabreichung dieses Impfstoffs durch den "Zuckerwürfel, der ein bisschen anders schmeckte", habe sich als "sehr, sehr wichtig herausgestellt. Seit 25 Jahren ist kein Fall von Polio mehr in Deutschland gemeldet worden.

Deutschland sei durch sein Meldesystem für bestimmte Infektionskrankheiten "sehr gut gerüstet", um den Ausbruch von Epidemien zu vermeiden, lobte Merkel. Das Robert-Koch-Institut habe in diesen Fragen eine "weltweit geachtete Kompetenz".

Die Bundeskanzlerin verwies auf das hohe Engagement Deutschland in der internationalen Gesundheitshilfe in Höhe von 750 Millionen Euro jährlich. Die Bundesregierung habe sich während der G 20-Präsidentschaft dafür eingesetzt, dass ein besseres Warnsystem für Pandemien etabliert und die WHO gestärkt wird. (fst)

Der Podcast ist abrufbar unter: www.bundeskanzlerin.de

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