Organspende

Ministerin sieht Organspende auf E-Card kritisch

POTSDAM (ami). Es reicht nicht aus, die Bereitschaft zu einer Organspende auf der elektronischen Gesundheitskarte zu dokumentieren. Diese Auffassung vertritt die Brandenburger Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke).

Veröffentlicht: 29.09.2011, 17:00 Uhr

Sie kritisiert damit die Pläne von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) als unzureichend. "Die alleinige Speicherung der Erklärung auf der vorgesehenen elektronischen Gesundheitskarte sehen wir kritisch, da eine Erklärung zur Organspende auch in anderen Formen niedergeschrieben werden kann, wie etwa im bekannten Organspendeausweis", sagte Tack.

In Brandenburg kamen im vergangenen Jahr 14,4 Organspender auf eine Million Einwohner. Damit war die Spendenbereitschaft geringer als im Bundesdurchschnitt.

Das Flächenland hat kein eigenes Transplantationszentrum. Alle Patienten aus Brandenburg, die auf eine Organtransplantation warten, sind in den Berliner Zentren gemeldet.

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