Sachsen-Anhalt

Mitarbeiter der Verwaltung häufiger krank

In Sachsen-Anhalt sind Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst am häufigsten krank, Land- und Forstwirte selten, dafür länger.

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MAGDEBURG. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt war 2016 für wenigstens einen Tag arbeitsunfähig. Das hat eine aktuelle Auswertung der Landes-AOK unter ihren Versicherten ergeben.

Am häufigsten krank waren demnach Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung. Mit einem Anteil von 66,1 Prozent legten sie gegenüber 2015 sogar noch fast zwei Prozent zu. Ganz anders der Dienstleistungssektor, lediglich 46,5 Prozent der hier Beschäftigten meldeten sich krank.

Mit einer Arbeitsunfähigkeitsquote von 48 Prozent sind zwar auch Land- und Forstwirte eher selten krank, sie belegen aber mit durchschnittlich 18,6 Tagen den Spitzenplatz bei der Krankschreibungsdauer. Im Schnitt 10,1 Tage blieben Beschäftigte im Banken- und Versicherungswesen der Arbeit fern.

Insgesamt kamen 2016 auf 100 AOK-Versicherte 155,1 Krankschreibungen, ein Zuwachs von 1,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Deutliche Unterschiede zeichneten sich auch regional ab. Am gesündesten sind die Bewohner der beiden Großstädte: Halle hat mit 50,7 Prozent die geringste Arbeitsunfähigkeitsquote, gefolgt von Magdeburg mit 51,1 Prozent (49,9). Die höchste Arbeitsunfähigkeitsquote verzeichnet der Landkreis Börde mit 56,3 Prozent.

Studien belegen immer wieder, dass Stress am Arbeitsplatz große gesundheitliche Probleme verursachen kann. So kann er als Herzinfarktrisiko genauso relevant wie Rauchen oder Bewegungsarmut sein.

Seit Jahren bemüht sich die Gesundheitskasse Erkrankungen am Arbeitsplatz mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement entgegenzuwirken. Im Mittelpunkt dabei steht der Aufbau einer nachhaltigen Gesundheitsförderung unter gleichzeitiger Beachtung der Wirtschaftlichkeit. In diesem Jahr will die AOK landesweit rund 900 Betriebe begleiten. (zie)

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