Berufspolitik

NRW bekommt eine Patientenbeauftragte

KÖLN (iss). In Nordrhein-Westfalen wird am 1. Mai 2012 erstmals eine Patientenbeauftragte die Arbeit aufnehmen. Auf Vorschlag von Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) hat das Kabinett die Ernennung von Dr. Eleftheria Lehmann beschlossen.

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Dr. Eleftheria Lehmann

Dr. Eleftheria Lehmann

© Land NRW

Die promovierte Chemikerin ist gerade als Leiterin des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit verabschiedet worden, dem sie seit 2008 vorstand. Zuvor war sie zwölf Jahre Präsidentin der Landesanstalt für Arbeitsschutz.

Die Landesregierung wolle die Menschen wieder stärker in den Mittelpunkt der Gesundheitspolitik rücken, sagte Steffens. "Dazu gehört auch, dass Patienten dabei unterstützt werden, sich selbstbestimmt, gleichberechtigt und eigeninitiativ in einem für sie transparenten Gesundheitssystem zu bewegen."

Büro auf dem Gesundheitscampus in Bochum

Dabei solle sie die Patientenbeauftragte unterstützen. Steffens sieht die Arbeit der Patientenbeauftragten als Ergänzung zu den unabhängigen Patientenberatungsstellen, den Verbraucherzentralen und den Selbsthilfeorganisationen.

Ihre Aufgabe sei es, die Anwaltschaft für die Belange erkrankter Menschen und ihrer Angehörigen zu übernehmen, Beratungs- und Unterstützungsangebote zu vermitteln, Beschwerden und Erfahrungen von Patienten zu bündeln und Probleme im System sichtbar machen.

Das Büro der Patientenbeauftragten wird auf dem Gesundheitscampus in Bochum angesiedelt. Sie sehe das "Brücken bauen" als ihre zentrale Aufgabe an, sagte Lehmann. Sie wolle zunächst den Dialog mit Patienten und ihren Organisationen suchen.

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