Kommentar – GKV-Markt

Nervosität trotz Überschüssen

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Krankenkassen sind keine Sparkassen. Die GKV-Bilanz 2018 zeigt, dass die Reserven weiter wachsen, wenngleich nicht in dem Umfang wie noch vor Jahren. Und davon profitieren auch nicht alle Kassen gleichermaßen. Die Grundlage für stabile Einnahmen war nicht zuletzt auch ein komfortables Wirtschaftswachstum mit steigenden Beschäftigungszahlen. Dass dennoch die Überschüsse zurückgegangen sind, lag im Wesentlichen daran, dass die Reformen zu kosten beginnen. Und das war ausdrücklich so gewollt.

Doch jetzt steigt die Nervosität. Zum einen werden die Ausgaben für teure Gesundheitsreformen nicht weniger, sondern eher mehr, zum anderen könnte eine konjunkturelle Delle durchaus Spuren am Arbeitsmarkt hinterlassen. Wenngleich letzteres aktuell noch dementiert wird. Zur Erinnerung: Zwischen Herbst 2018 und Ende Januar 2019 sind die Prognosen für das Wirtschaftswachstum von 1,8 auf ein Prozent korrigiert worden.

Eine Gemengelage, die einige Kassen dringender denn je eine Reform des Morbi-RSA fordern lässt. Vorneweg die Ersatzkassen, die mahnen, dass bereits die Wartezeit die Unsicherheit erhöhe. Die Gutachten für eine Reform liegen seit geraumer Zeit auf dem Tisch. Die Politik gerät unter Druck.

Lesen Sie dazu auch: GKV-Markt: Kassen-Plus bricht ein – aber nicht überall

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