Grüne

Neuer Name für das Gesundheitsministerium gefordert

Die Grüne setzen sich dafür ein, das Gesundheitsministerium umzubennen - in "Bundesministerium für Gesundheit und Pflege". Damit soll das Thema Pflege aufgewertet werden.

Veröffentlicht:
Kommt ein neuer Name, braucht das Bundesgesundheitsministerium ein neues Schild an seinem Eingang.

Kommt ein neuer Name, braucht das Bundesgesundheitsministerium ein neues Schild an seinem Eingang.

© Michaela Illian

BERLIN. Die Grünen im Bundestag fordern, die Pflege im Namen des zuständigen Ministeriums und des damit betrauten Ausschusses im Parlament zu verankern.

"Denn die Pflege ist eine der größten wachsenden Herausforderungen unserer Gesellschaft, mit circa 3,6 Millionen Pflegebedürftigen, Millionen von betroffenen Angehörigen und tausenden Pflegekräften, die täglich im Einsatz sind", sagte die Fraktionssprecherin für Pflegepolitik, Kordula Schulz-Asche, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Bereits vor wenigen Tagen hatte sie die Bundesregierung aufgefordert, das Bundesministerium für Gesundheit in Bundesministerium für Gesundheit und Pflege umzubenennen.

Aber auch die Abgeordneten hätten die Möglichkeit, durch die Umbenennung des Gesundheitsausschusses der Pflege ihren tatsächlichen Stellenwert auch im Namen des betreffenden Ausschusses zuzuschreiben.

Daher habe sie in einem Brief an die anderen Fraktionen um Unterstützung für eine Umbenennung des Gremiums in "Ausschuss für Gesundheit und Pflege" gebeten, sagte Schulz-Asche.

Die Abgeordnete forderte darüber hinaus Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, ein wirksames Pflege-Sofortprogramm auf die Beine zu stellen. (dpa)

Mehr zum Thema

Hauptstadtkongress

Pflege hadert mit Kosten der Tariflöhne

Schlagworte
Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Jörg Dähn

Hört sich nach sinnlosem „Newsspeak“ an

George Orwell würde sich freuen. Ähnlich schön wie „Daiwörsiti“ und „Inkluschn“. Weiter so, Ihr seid auf dem richtigen Weg. so wird alles immer besser. Auf dem Papier zumindest.

Karin Koch

Sprachkosmetik

Was soll Das bringen, ausser Sprachkosmetik?
Die Umbenennung der "Krankenschwester/Krankenpfleger" in "Gesundheits- und Krankenpfleger/Innen" hat genau Was gebracht?
Doch nur mehr Kosten für die Bürokratie.
Hat sich deswegen Irgendetwas in der Pflege geändert?

Dr. Thomas Georg Schätzler

"Gesundheit? - Hauptsache?" oder "Hauptsache, gesund?"

Was für eine euphemistisch beschönigende Aussage? "Bundesministerium für Gesundheit und Pflege" ist genauso realitätsverleugnend und abgehobener Politiker-"Sprech" wie "Bundesgesundheitsministerium"!

Nein, es geht vornehmlich um Krankheiten, Krisen, Kranken- und Krankheitsversorgungen bzw. Krankheitsbewältigungen:
- Unter 50 Patienten meiner heutigen Sprechstunde genau die eine Patientin herauszufischen, die eine radiologisch belegte Lobär-Pneumonie des li Lungenunterlappens hat und spezifisch behandelt werden muss.
- Um den Typ-2-Diabetiker mit jahrelangen Phobien, Krankheitsängsten, KHK, PAVK, Leukenzephalopathie, hypertensiver Herzkrankheit, orthopädischer Kortison-Therapie usw., der heute mit einer Leukozytose, unklarer Gewichtsabnahme und massiver Panikreaktion in meiner Praxis akut auftauchte...

Wer nur einen Funken Sachverstand, Empathie und Fachkenntnisse hätte, würde ein
"Bundesministerium für Krankheit, Gesundheit und Pflege"
fordern.

Aber dafür müsste man sich ja, wie jede Ärztin und jeder Arzt in Deutschland es tagtäglich tun, mit den hässlichen, alarmierenden und bedrohlichen Krankheitsentitäten auseinandersetzen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Diskutierten live: Kongresspräsident Prof. Karl Max Einhäupl (v.l.), Ethikratchefin Prof. Alena Buyx und Virologe Prof. Christian Drosten. EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen hatte einen Videogruß geschickt.

Hauptstadtkongress eröffnet

Die Lehren aus der Corona-Pandemie

Mit dem Herz bei der Arbeit: Einige Mitarbeiter im Gesundheitsbereich stellt ihre Tätigkeit zufrieden, obwohl das Einkommen nicht sonderlich hoch ist.

Gehaltsreport

Wie viel Mitarbeiter im Gesundheitssektor verdienen