Neues IV-Konzept für Menschen mit Aphasie

BAD RODACH (sto). In Deutschland erleiden jährlich schätzungsweise 35 000 Menschen eine Aphasie, die zu einer manchmal lebenslangen Behinderung führt. Ursache ist oft ein Schlaganfall. Aber auch Hirnblutungen, Schädel-Hirn-Verletzungen, Hirntumore oder entzündliche Prozesse im Gehirn können zum Sprachverlust führen.

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Am 1. Oktober wird in der Klinik Medical Park Bad Rodach in Oberfranken ein Aphasiezentrum eröffnet. Das neue Zentrum wird von der Fachhochschule Schloss Hohenfels, einer Hochschule für Fachtherapien im Gesundheitswesen, wissenschaftlich begleitet. Eingebunden ist darüber hinaus die Logopädie-Schule der Medau-Schule in Coburg.

Mit dem neuen Behandlungsangebot erweitert die Fachklinik für Orthopädie, Rheumatologie, Neurologie und Innere Medizin in Bad Rodach ihr Spektrum um Behandlungen für Patienten, deren Sprachvermögen nach einer neurologischen Erkrankung oder einem Schlaganfall geschädigt worden ist, und die eine intensive Therapie und Rehabilitation benötigen.

Das Angebot richte sich an Patienten, deren allgemeiner Gesundheitszustand eine individuelle, intensive und hochfrequente Therapie in Einzel-, Gruppen- und Real-Life Therapie zulässt, teilten die Initiatoren des bundesweit bisher einzigartigen Projektes mit.

Das integrative Behandlungskonzept basiert auf sprachlicher, neuropsychologischer und psychotherapeutischer Methodik unter Berücksichtigung von "Motivation, Emotion, Persönlichkeit und Belastbarkeit" der einzelnen Patienten. Angehörige sollen durch Einzelberatung und Seminare in den Behandlungsverlauf eingebunden werden.

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