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Neues MVZ: KV Bremen sieht Rosinenpickerei

BREMEN (cben). Bremens KV-Chef Dr. Jörg Hermann wirft dem Bremer Klinik-Verbund Gesundheit Nord (GeNo) beim Neubau des Klinikums Mitte "Rosinenpickerei aus dem Kuchen der ambulanten Versorgung" vor. Dr. Diethelm Hansen, Chef der GeNo, widerspricht.

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Hintergrund des Vorwurfes ist der Umstand, dass Bremen nicht nur für den Neubau des Klinikums Mitte mit rund 230 Millionen Euro bürgt, sondern auch mit acht Millionen Euro für ein darin integriertes MVZ.

GeNo-Chef Dr. Diethelm Hansen plant im neu zu erbauenden Teil des Klinikums im Erdgeschoss Angebote der ambulanten Versorgung unter anderem in einem MVZ.

Rosine Strahlentherapie

"Wir sind nicht informiert worden und sind nur durch Zufall auf die Bürgschaft gestoßen", sagte Herrmann. Die GeNo erklärte, das MVZ haben immer schon zum Gesamtvolumen der Bürgschaft gehört.

Das MVZ ist zum 1. Juli 2011 mit einer strahlentherapeutischen und einer logopädischen Praxis eingerichtet worden und soll dann in den Neubau ziehen.

Besonders gegen die Strahlentherapie im MVZ wehrt sich Hermann. "Die Quartalsumsätze der Strahlentherapie bewegen sich im Millionenbereich", sagte Hermann der "Ärzte Zeitung". "Die GeNo pickt sich da die Rosinen heraus."

Vorwurf wird zurückgewiesen

Hansen bestätigte die Acht-Millionen-Bürgschaft für das MVZ und erklärte: "Den Vorwurf der Rosinenpickerei können wir nicht stehenlassen. Wir bieten die Strahlentherapie im MZV an, damit wir vor allem unsere onkologischen Patienten aus einer Hand versorgen können."

Weitere Praxen im MVZ schloss Hansen nicht aus. "Darüber werden wir die KV Bremen rechtzeitig informieren."

Der Streit um das GeNo-MVZ zwischen der KV und der GeNo schwelt seit Monaten. Die KV beklagt vor allem den Wettbewerbsvorteil, den sich die GeNo dadurch verschaffe, dass sie durch die Bürgschaft billigere Kredite bekomme, so Herman.

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