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Brasilien

Neugründung soll Gesundheitsetat entlasten

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RIO DE JANEIRO. Einen neuen Anlauf zur Eigenversorgung ihres Landes mit Spezialpharmaka unternehmen derzeit die brasilianischen Labors Aché, EMS, Hypermarcas und União Química.

Für etwa 170 Millionen Euro errichten sie im Westen Rios unter dem Namen "Bionovis" eine gemeinsame Produktion für Biosimilars. Das technische Know-how dazu stammt von der Merck KGaA.

Geplant ist die Herstellung von Analoga zu Etanercept, Cetuximab, Trastuzumab und Bevacizumab sowie Rituximab und Infliximab, deren Patente sämtlich demnächst auslaufen. Die Präparate sollen in etwa drei Jahren auf den Markt kommen und dem öffentlichen Gesundheitswesen bis 2022 Einsparung von rund 150 Millionen Euro ermöglichen.

Der Anteil von gentechnisch hergestellten Medikamenten am gesamten Arzneimitteleinkauf des brasilianischen Gesundheitsministeriums stieg seit 2010 von knapp vier auf 32 Prozent. (lw)

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