Niedersachsen will Heimakten offenlegen

HANNOVER(cben). Niedersachsens Landesregierung hat den Opfern von Kindesmisshandlungen versichert, den Zugang zu den Heimkinderakten zu erleichtern.

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Die in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen misshandelten Kinder sollen besseren Zugang zu den im Bestand der Staatsarchive und Gerichte befindlichen Heimkinderakten erhalten. "Die Landesregierung will den ehemaligen Heimkindern helfen, damit die Betroffenen endlich mehr Klarheit über eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Jugendhilfe bekommen", sagte Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) nach einer Konferenz mit Vertretern von Kirchen, Kommunen, Opfer- und Wohlfahrtsverbänden in Hannover. Auch nach mehreren Jahrzehnten könne Akteneinsicht für die Betroffenen noch zur Aufarbeitung beitragen, hieß es. Ross-Luttmann: "Das Bewusstsein in der Gesellschaft für das den Kindern damals zugefügte Unrecht muss erhalten bleiben. Die damaligen Demütigungen sind erschütternd." Das Niedersächsische Staatsarchiv in Hannover hat bislang 322 Personalakten sichern können. Auch in den weiteren sechs niedersächsischen Staatsarchiven wird derzeit recherchiert.

Den Anstoß zur Aufarbeitung hat unter anderem eine Studie der Diakonie gegeben, die erhebliche Missstände in den kirchlichen Heimen nach dem Krieg aufgedeckt hat. In Niedersachsen sind in den ersten 30 Jahren nach dem Krieg rund 50 000 Kinder in kirchlichen und kommunalen Heimen aufgewachsen.

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