Nordrhein will die Generika-Quote loswerden

KV-Vorstand beklagt wachsende Probleme mit Steuerungsinstrument.

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF (iss). Die KV Nordrhein (KVNo) will mit den Kassen über eine Abkehr von der Generika-Quote verhandeln. Das kündigte KVNo-Vorstand Bernhard Brautmeier bei der Vertreterversammlung an.

Da die Kassen Rabattverträge über Originalpräparate geschlossen haben, können Apotheker den Patienten die entsprechenden Mittel abgeben, ohne dass der Arzt es steuern kann. "Wir werden mit den Kassen sprechen müssen, dass wir so mit der Quote nicht mehr arbeiten können."

Die Arzneimittelvereinbarung in Nordrhein sieht je nach Fachgruppe eine Generika- und eine Me-too-Quote vor sowie bis zu vier Quoten, die sich an den Tagestherapiekosten orientieren. Erreicht der Arzt die vorgegebenen Ziele, entfällt in der Regel die Richtgrößenprüfung.

Verfehlt er die Vorgaben, kann er eine Pharmakotherapieberatung in Anspruch nehmen. Erst wenn er das nicht tut oder in einem weiteren Quartal die Ziele verfehlt, folgt ein Prüfantrag.

Da die Ärzte die Generika-Abgabe nicht mehr steuern könnten, dürfe die Quote nicht mehr Bestandteil der Arzneimittelvereinbarung sein, sagte Brautmeier. Das bestätigte der Vorsitzende des nordrheinischen Verbands der Kinder- und Jugendärzte Dr. Thomas Fischbach. "Die Generika-Quote sehen wir als nicht mehr geeignet an, um die Wirtschaftlichkeit der Verordnung zu beurteilen."

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Frühe Nutzenbewertung

Mangels geeigneter Studie: Kein Zusatznutzen für Avacopan

Glosse

Markenmedikamente

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Praktische Tipps

Beratungsfall Patientenverfügung – worauf es ankommt

Vielfältige Beweggründe

Warum Menschen statt zum Hausarzt in die Notaufnahme gehen

Lesetipps
Ärztin im Gespräch mit einem Patienten

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Tipps für den Antrag

Vorsorge oder Reha: Was es für die Genehmigung durch die Kostenträger braucht