Berufspolitik

Nullrunde: 80 Prozent sagen Nein

BERLIN (HL/hom). Nur jeder fünfte Vertragsarzt wäre notgedrungen bereit, eine Nullrunde beim Honorar hinzunehmen. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Ärzte lehnt es ab, dass die Kassen von der geltenden Verpflichtung entbunden werden, Hausarztverträge abzuschließen.

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Mit diesem eindeutigen Votum haben sich die Leser der "Ärzte Zeitung" am 22. Juni zu Plänen der Koalition positioniert, die am 23. Juni in einer weiteren Verhandlungsrunde über das Sparpaket für die gesetzlichen Krankenkassen beraten wird. Bis 14.30 Uhr hatten sich über 600 Ärzte an der aktuellen, nicht repräsentativen Umfrage der "Ärzte Zeitung" beteiligt. Danach lehnen 80 Prozent eine Nullrunde bei der Vergütung für 2011 ab. Aber ein Fünftel der Ärzte würde auf eine Erhöhung ihrer Vergütung im nächsten Jahr verzichten.

Ähnlich eindeutig ist die Positionierung der Leser zu den Hausarztverträgen. Teile von CDU und FDP überlegen, die Verpflichtung der Kassen aufzuheben, Hausarztverträge abzuschließen. 63,3 Prozent der Leser der "Ärzte Zeitung" - überwiegend Hausärzte - lehnen dies ab, nur ein gutes Drittel würde dies befürworten. Unterdessen warnten die AOK Baden-Württemberg und der Deutsche Hausärzteverband die Bundesregierung davor, die gesetzliche Grundlage für Hausarztverträge auf dem Sparaltar zu opfern. Die Verträge hätten sich vollauf bewährt und seien daher weiter auszubauen. Das behauptete Einsparpotenzial durch eine Abschaffung der Hausarztverträge in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro entbehre jeder Grundlage, hieß es.

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