Umfrage zur Organspende

Nur 32 Prozent haben einen Ausweis

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BERLIN. Die meisten Deutschen sehen das Thema Organ- und Gewebespende grundsätzlich positiv. Das zeigen erste Ergebnisse der bundesweiten Repräsentativbefragung "Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2016" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Demnach gaben 81 Prozent der insgesamt 4002 befragten Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren an, einer Organ- und Gewebespende eher positiv gegenüberzustehen (2010: 79 Prozent). Allerdings besaßen nur 32 Prozent der Befragten einen Organspendeausweis.

Nach ihrer Entscheidung zur Organ- und Gewebespende befragt, gab nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten an, bereits eine Entscheidung getroffen zu haben (58 Prozent). Diese fiel aber zumeist positiv aus: 74 Prozent stimmten einer Organspende zu, 18 Prozent widersprachen. Vier Prozent der Befragten hat die Entscheidung auf eine andere Person übertragen, vier weitere Prozent machten andere Angaben.

Als Grund für ihre fehlende Entscheidung gaben 42 Prozent an, sich noch nicht oder zu wenig mit dem Thema beschäftigt zu haben. Insgesamt waren 46 Prozent der Befragten der Meinung, nur schlecht oder weniger gut zu dem Thema informiert zu sein. Besonders die 14- bis 25-Jährigen fühlten sich nur wenig aufgeklärt. Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, sieht daher auch weiterhin die Aufklärungsarbeit im Fokus. (bae)

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